Archiv der Kategorie: Vorbilder für Eine-Welt-Diplomaten“

„Warum haben sie Jaurès getötet?“ „Nicht der Krieg ist revolutionär, der Friede ist revolutionär.“ Jean Jaurès hatte immer wieder vor dem ersten Weltkrieg gewarnt – und sich damit mächtige Feinde gemacht. Heute vor 100 Jahren wurde der französische Politiker und Pazifist in Paris erschossen. Bei Friedensdemonstrationen und im Parlament trat er für eine politische Verständigung mit Deutschland ein. Dafür war er bei der politischen Rechten verhasst.

ERSTER WELTKRIEG „Warum haben sie Jaurès getötet?“ Von Ruth Jung Soldaten der französischen Armee im Ersten Weltkrieg. Jaurès hatte vor dem Krieg gewarnt. (picture-alliance/ dpa) Jean Jaurès hatte immer wieder vor dem ersten Weltkrieg gewarnt – und sich damit mächtige … Weiterlesen

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Die Sozialdemokratin Rosa Luxemburg, schrieb 1916, im Weltkrieg, folgende Leitlinien über die Aufgaben der Sozialdemokratie, die damals von ihren Beschlüssen her noch dafür stand, den Krieg von der Welt zu verbannen und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu schaffen. Wenn man sich nicht von der damals sicher anderen Sprachgewohnheit abschrecken lässt, sondern versucht, die Kerngedanken Rosa Luxemburgs zu erfassen, kann man gut diskutieren, ob sie für uns heute in einer Vorkriegssituation (Egon Bahr, u.a.) noch relevant sind und vielleicht auch helfen können, einen Weltkrieg zu verhindern und die gegenwärtigen Kriege zu beenden? Wir können es hier diskutieren! Rosa Luxemburg: „Das einzige Mittel, ihnen erfolgreich Widerstand zu leisten, und die einzige Sicherung des Weltfriedens ist die politische Aktionsfähigkeit und der revolutionäre Wille des internationalen Proletariats, seine Macht in die Waagschale zu werfen. Zu diesem Zwecke richtet sich die Hauptaufgabe des Sozialismus heute darauf, das Proletariat aller Länder zu einer lebendigen revolutionären Macht zusammenzufassen, es durch eine starke internationale Organisation mit einheitlicher Auffassung seiner Interessen und Aufgaben, mit einheitlicher Taktik und politischer Aktionsfähigkeit im Frieden wie im Kriege zu dem entscheidenden Faktor des politischen Lebens zu machen, wozu es durch die Geschichte berufen ist. In den Kämpfen gegen den Imperialismus und den Krieg kann die entscheidende Macht nur von den kompakten Massen des Proletariats aller Länder eingesetzt werden. Das Hauptaugenmerk der Taktik der nationalen Sektionen ist somit darauf zu richten, die breiten Massen zur politischen Aktionsfähigkeit und zur entschlossenen Initiative zu erziehen, den internationalen Zusammenhang der Massenaktion zu sichern, die politischen und gewerkschaftlichen Organisationen so auszubauen, daß durch ihre Vermittlung jederzeit das rasche und tatkräftige Zusammenwirken aller Sektionen gewährleistet und der Wille der Internationale so zur Tat der breitesten Arbeitermassen aller Länder wird. 6. Die nächste Aufgabe des Sozialismus ist die geistige Befreiung des Proletariats von der Vormundschaft der Bourgeoisie, die sich in dem Einfluß der nationalistischen Ideologie äußert. Die nationalen Sektionen haben ihre Agitation in den Parlamenten wie in der Presse dahin zu richten, die überlieferte Phraseologie des Nationalismus als bürgerliches Herrschaftsinstrument zu denunzieren. Die einzige Verteidigung aller wirklichen nationalen Freiheit ist heute der revolutionäre Klassenkampf gegen den Imperialismus. Das Vaterland der Proletarier, dessen Verteidigung alles andere untergeordnet werden muß, ist die sozialistische Internationale.“

Rosa Luxemburg – Die Krise der Sozialdemokratie Leitsätze über die Aufgaben der internationalen Sozialdemokratie Eine größere Anzahl von Genossen aus allen Teilen Deutschlands hat die folgenden Leitsätze angenommen, die eine Anwendung des Erfurter Programms auf die gegenwärtigen Probleme des internationalen … Weiterlesen

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20 Länder leben ohne stehendes Heer! Mehr als 20 Länder weltweit investieren nicht in ein stehendes Heer. Ein Blick auf ihre derzeitige Lage und die Motivation hinter ihrer Demilitarisierung. Während die USA 640 Milliarden Dollar für Rüstung ausgeben, investiert zum Beispiel Costa Rica gar nicht in diesen Bereich. Nach dem blutigen Bürgerkrieg 1948 mit tausenden Toten gab der damalige Präsident Costa Ricas, José Figueres Ferrer, bekannt, dass das Land nun vollständig auf sein Militär verzichten wolle – 1949 wurde in der Verfassung das Verbot eines stehendes Heeres verankert. Das Militärbudget wanderte daraufhin in die Bereiche Gesundheit und Bildung. Im Jahr 1987 hielt der damalige costa-ricanische Präsident Oscar Arias eine Rede vor dem US-Kongress: „Ich komme aus einem kleinen Land, das keine Angst davor hatte, sein Militär aufzugeben, um an Stärke zu gewinnen … Heute bedrohen wir niemanden, weder die eigene Bevölkerung noch unsere Nachbarstaaten. Und zwar nicht, weil wir keine Panzer haben, sondern weil nur sehr wenige (in Costa Rica) hungrig, ungebildet oder arbeitslos sind.“ Zwei Monate später erhielt Arias den Friedensnobelpreis für seine Friedensbemühungen in Mittelamerika. In den 65 Jahren ohne Militär kam es in Costa Rica – anders als in anderen Staaten der Region – zu keinem Staatsstreich. Immanuel Kant hatte schon 1796 in seiner bis heute richtungsweisenden Schrift „Zum ewigen Frieden“ (wie schaffen wir es eine Welt mit dauerhaftem Frieden zu bekommen) u.a. gefordert: „Stehende Heere (miles perpetuus) sollen mit der Zeit ganz aufhören.“ Weil die Existenz solcher Heere Regierungen leicht verleiten, sie auch einzusetzen, statt Konflikte friedlich zu lösen!

Es geht auch ohne Militär NOURA MAAN 31. Juli 2014, 00:01 Mehr als 20 Länder weltweit investieren nicht in ein stehendes Heer. Ein Blick auf ihre derzeitige Lage und die Motivation hinter ihrer Demilitarisierung In Zeiten von Wirtschaftskrisen und Sparprogrammen … Weiterlesen

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Dokumentation: Wo immer Menschen um Freiheit kämpfen, erinnern sie sich an George Orwell und wo immer Mächtige Menschen unterdrücken, werden die Strukturen sichtbar, die er analysiert hat! „Die Briten betrieben den größten Rauschgifthandel der Welt, das brachte dem Weltreich riesige Gewinne ein! u.a.“ „Wenn der weiße Mann zum Tyrannen wird, zerstört er auch seine eigene Freiheit!“ Das Ministerium für Wahrheit kehrt mit täglicher Dauerbeinflussung den Sinn der Worte um: „Krieg ist Frieden“, „Freiheit ist Sklaverei“ und „Unwissenheit ist Stärke“

George Orwell (Doku) Der Ruf nach Freiheit In der Dokumentation des preisgekrönten schottischen Regisseurs Mark Littlewood werden Leben und Werk George Orwells, der mit bürgerlichem Namen Eric Arthur Blair hieß, noch einmal lebendig. Orwells Werk hat bis heute nichts von … Weiterlesen

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„Ganze Familien werden innerhalb einer Sekunde ausgelöscht – und die Öffentlichkeit bleibt gleichgültig. Von Jahr zu Jahr, von einer militärischen Operation zur nächsten, wird die rote Linie weiter nach hinten verschoben. […] Das Schweigen der Öffentlichkeit angesichts solcher Aktionen – innerhalb und außerhalb von Israel – ist aus meiner Sicht ein stillschweigendes Einverständnis.“ sagt Yuli Novak, die von 2000 bis 2005 in der israelischen Luftwaffe, diente. Seit 2013 ist sie geschäftsführende Direktorin von „Breaking the Silence“, einem Zusammenschluss regierungskritischer Soldaten.

Israelische Bomben auf Gaza Tausend Kilo Tod Bild vergrößern Ein Palästinenser auf den Trümmern seines Hauses. (Foto: dpa) Bomben auf Wohnhäuser in Gaza: Vor zwölf Jahren war das noch ein Skandal. Jetzt ist alles anders. Was damals eine extreme Ausnahme … Weiterlesen

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Rosa Luxemburg vor dem deutschen Gericht: „Kriege sind eine barbarische, tief unsittliche, reaktionäre und volksfeindliche Erscheinung“. Wenn die Bevölkerung das erkennt, hat sie die Macht, die Kriege zu verhindern! Die Verteidigungsrede Rosa Luxemburgs! Angeklagt war u.a. ihr Satz: „Wenn uns zugemutet wird die Mordwaffen gegen unsere französische und anderen Brüder zu erheben, dann rufen wir: Das tun wir nicht!“ „Der Herr Staatsanwalt leitet seinen Hauptangriff, die Behauptung, als hätte ich in der inkriminierten Äußerung die Soldaten aufgefordert, im Kriegsfälle, entgegen dem Befehl, nicht auf den Feind zu schießen. Wenn die Arbeiterklasse zu der Erkenntnis und dem Entschluß kommt, die Kriege nicht zuzulassen, dann sind die Kriege unmöglich geworden. Der Kongreß empfiehlt den Arbeitern insbesondere die Niederlegung der Arbeit für den Fall des Ausbruchs eines Krieges in ihrem Lande. Wir sind der Auffassung, daß Kriege nur dann und nur so lange geführt werden können, als die arbeitende Volksmasse sie entweder begeistert mitmacht, weil sie sie für eine gerechte und notwendige Sache hält, oder wenigstens duldend erträgt. Wenn hingegen die große Mehrheit des werktätigen Volkes zu der Überzeugung gelangt – und in ihr diese Überzeugung, dieses Bewußtsein zu wecken ist gerade die Aufgabe, die wir Sozialdemokraten uns stellen –, wenn, sage ich, die Mehrheit des Volkes zu der Überzeugung gelangt, daß Kriege eine barbarische, tief unsittliche, reaktionäre und volksfeindliche Erscheinung sind, dann sind die Kriege unmöglich geworden – und mag zunächst der Soldat noch den Befehlen der Obrigkeit Gehorsam leisten! Die internationale revolutionäre Sozialdemokratie hat in allen Ländern mit Aufgebot aller Kräfte den chauvinistischen Gelüsten der herrschenden Klasse entgegenzutreten, das Band der Solidarität um die Arbeiter aller Länder immer fester zu schlingen und unablässig auf die Beseitigung des Kapitalismus hinzuwirken, der die Menschheit in zwei feindliche Heerlager geteilt und die Volker gegeneinander hetzt. Rosa Luxemburg warnte schon zehn Jahre vor Beginn des Ersten Weltkrieges: „In der gegenwärtigen Lage der Weltpolitik droht jeder Krieg zweier Mächte in einen bewaffneten Zusammenstoß der widerspruchsvollen Interessen aller Mächte umzuschlagen, droht zu einem allgemeinen Blutbad zu werden. Dem Kapitalismus wird es in Europa und Amerika zu eng; alle kapitalistischen Mächte haben begonnen, Asien und Afrika in den Wirbel der kapitalistischen Entwicklung hineinzuziehen, daher die ständige Gefahr von Weltkonflikten in diesen beiden Weltteilen. Dieses ist nun in den letzten Jahrzehnten der sechste Krieg, der den Weltfrieden gefährdet.“ Sie wies auch hin auf die Möglichkeit und Notwendigkeit, internationale Konflikte friedlich zu lösen und forderte: Einrichtung eines internationalen Schiedsgerichtes, dessen Beschlüsse Gesetzeskraft haben.

Rosa Luxemburg   Verteidigungsrede vor der Frankfurter Strafkammer [1] Nach einem Zeitungsbericht (20. Februar 1914) Aus Vorwärts (Berlin), Nr. 52 vom 22. Februar 1914. Quelle: Rosa Luxemburg, Gesammelte Werke, Bd. 3, S. 395–406. Transkription u. HTML-Markierung: Einde O’Callaghan für das Marxists’ Internet Archive. … Weiterlesen

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Wir brauchen jetzt ein, zwei, hundert Mal Rosa Luxemburg: Krieg und Frieden sind ein Lebensthema Luxemburgs. Sie entreißt dem Krieg die patriotische Vermummung und demaskiert ihn als entfesselten Kapitalismus: „Die Dividenden steigen, und die Proletarier fallen.“ „Wenn uns zugemutet wird die Mordwaffen gegen unsere französische und anderen Brüder zu erheben, dann rufen wir: Das tun wir nicht!“ Vor niemandem hatten die Kriegstreiber in Deutschland so viel Angst wie vor Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Luxemburg, eine kommunistische Märtyrerin, dabei ist sie eigentlich Sozialdemokratin gewesen. Unfassbar, aber wahr: Die Ahnmutter von Sigmar Gabriel und Manuela Schwesig heißt Rosa Luxemburg. Die traditionsstolze SPD verdrängt das nach Kräften – aus bösem Grund. 1914 geriet die Partei in den Strudel der nationalen Kriegseuphorie. Luxemburg blieb Internationalistin. Die Rednerin brachte Säle zum Kochen, die rastlose Publizistin schrieb im kühlen Licht der Analyse. Fast die gesamte Kriegszeit verbringt Rosa Luxemburg in Gefängnissen. Inhaftiert ist sie wegen „versuchten Hoch- und Landesverrats“, später als „Schutzhäftling“. Draußen wird unermesslich gemordet und gestorben. Der Weltkrieg frisst nicht nur Millionen Menschen, er spaltet auch die deutsche Arbeiterbewegung. Klassenübergreifend gilt der Krieg als „Verjüngungsbad der Nation“.

Rosa Luxemburg: Krieg dem Kriege Krieg dem Kriege 1914: Es ist Krieg in Europa. Mit leidenschaftlichen Reden wandte sich Rosa Luxemburg gegen Nationalismus und Krieg: Welchen Grund habe denn ein deutscher Arbeiter einen französischen Arbeiter als Feind zu betrachten, der … Weiterlesen

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