Archiv der Kategorie: UNO Vereinte Nationen

Papst offen gegen US-Intervention in den Irak und die Deutschlands: Großmächte in der Vergangenheit, unter dem Vorwand einen Aggressor zu stoppen, häufig die Kontrolle über Nationen übernommen hätten. Eine einzelne Nation könne nicht entscheiden, wie ein Aggressor zu stoppen sei, das müssten die Vereinten Nationen diskutieren. “In den Fällen, in denen es einen unrechtmäßigen Aggressor gibt, kann ich nur sagen, dass es berechtigt ist, den unrechtmäßigen Aggressor zu stoppen”, so Franziskus. “Ich unterstreiche das Verb stoppen. Ich sage nicht bombardieren oder Krieg führen, sondern: ihn stoppen.” Nachdem die westlichen Politiker Völkerrecht nicht mehr kennen, zumindest als Maßstab des eigenen Handelns, denn das erlaubt Gewalt nur nach einem Beschluss des UN-Sicherheitsrates und verbietet sie einzelnen Staaten, gibt es jetzt wenigsten einen Kritiker, den man nicht völlig verschweigen können. Werden wir diese fundamentale Kritik am Vorgehen der USA und anderer Westmächte in den deutschen Medien mit Natobrille hören und lesen? Wird die Katholische Kirche jetzt aktiv, um die Menschen in dem Sinn zu mobilisieren?

Papst Franziskus hält ein Eingreifen der Internationalen Gemeinschaft im Nordirak für das richtige Vorgehen gegen die militanten Islamisten. Der Papst äußerte sich gegenüber Journalisten auf dem Rückflug von seiner Auslandsreise nach Südkorea. “In den Fällen, in denen es einen unrechtmäßigen … Weiterlesen

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„Hinter jedem Krieg und damit hinter jedem einzelnen Todesopfer verbirgt sich ein Gesicht, ein Mensch. Wir vergessen, dass jedes zerstörte Haus ein Familienleben und jedes zerstörte Krankenhaus das Leid eines Verletzten erzählt. Kriege sollten nicht zum Alltagsgeschäft in dieser Welt gehören und verhindert werden. Diesen Leitgedanken folgend wurden die Vereinten Nationen gegründet. Die Sicherung des Weltfriedens und die Einhaltung des Völkerrechts haben seit ihrer Gründung höchste Priorität. Was aber passiert, wenn die Vereinten Nationen nicht in der Lage sind, Letzteres sowohl zu schützen als auch jeden diesem Völkerbund beigetretenen Staat dazu zu zwingen, die formulierten Leitgedanken einzuhalten? Dann passiert Gaza. Dann hat Gaza wieder einmal tausende Tote und Verletzte, dann verwandelt sich ein einst blühender Landstrich in ein Trümmerfeld. Sanktionen und die Ahndung der begangenen Kriegsverbrechen am palästinensischen Volk vor dem Internationalen Strafgerichtshof keine Abwegigkeit, sondern das Stoppschild für Israel. Je schneller dieses Stoppschild hochgehalten wird, umso besser für uns, für Israel, für die internationale Gemeinschaft und für den Frieden. Aus 100 Prozent Palästina wurden 1947 rund 44 Prozent Palästina und aus diesen wurden 1967 knapp 22 Prozent Palästina. Diese Realität hat das palästinensische Volk akzeptiert. Akzeptieren wird es nicht die jetzige Realität, die aus Besatzung, Blockade, Unterdrückung und Entrechtung, aus Bombardements, Vertreibung und zu guter Letzt aus Kriegsverbrechen besteht.“ Salah Abdel Shafi (Jahrgang 1962) ist seit Oktober 2013 Missionschef der palästinensischen Vertretung in Wien.

Kriegsverbrechen verjähren in 2000 Jahren nicht KOMMENTAR DER ANDEREN | SALAH ABDEL SHAFI   12. August 2014, 18:24     Immer wieder Gaza: Israel zwingt die Völkergemeinschaft dazu, Völkerrecht und Weltfrieden fahrenzulassen. Eine Replik auf den israelischen Botschafter in Wien, … Weiterlesen

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