Archiv der Kategorie: Institutionen aufbauen

Einen transnationaler Willen zum Frieden und gegen einen Krieg jetzt organisierenund die Organisation transnationaler Kultur und Kommunikationsstrukturen, damit wir nicht wieder schlafwandlerisch in einen Krieg rutschen! Christopher Clark „Die Krise, die sich in den letzten Monaten in der Ukraine abspielte, ist (…) ein Mahnmal dafür, wie schnell die Ereignisse auch die sorgfältigsten Pläne überrollen und zu unvorhergesehenen Konstellationen führen können. Wir befinden uns – wie die Zeitgenossen vom Jahre 1914 – in einer zunehmend gefährlichen, multipolaren Welt. Wir befinden uns, wie im Jahre 1914, in einer Phase des Umbruchs. Die Konturen des alten Systems sind im Auflösen begriffen, die neuen Konstellationen sind noch nicht klar erkennbar. Gerade in solchen Momenten, wo das Gleichgewicht ins Wanken kommt, häuft sich das Risiko. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und den EU-Staaten sind eigentlich trotz verschiedener Spannungsphasen verhältnismäßig robust; die Kommunikation funktioniert auf vielen Ebenen. Viel gefährlicher ist die Lage in Asien. Dort sehen wir (…) eine Vielzahl von ungelösten territorialen Streitigkeiten: auf der koreanischen Halbinsel, zwischen Russland und Japan, zwischen China und Korea und zwischen China und Japan im Ostchinesischen Meer, zwischen Korea und Japan, zwischen China und vier Staaten Südostasiens im Südchinesischen Meer, zwischen Thailand und Kambodscha, zwischen China und Indien und zwischen Indien und Pakistan wegen Kaschmir. Verstrickt in diese Streitigkeiten sind auch Nuklearmächte: Russland, China, Nordkorea, Pakistan und Indien. (…) Eine Eskalation in dieser Region könnte Kontroversen zwischen den USA und China schlagartig verschärfen.Was hier nottut, ist eine Kultur der transnationalen Kooperation, ähnlich wie jene, die in Europa aus den Ruinen der zwei Weltkriege entstanden ist. Stattdessen beobachten wir in Asien – wie übrigens auch in Teilen Europas – das Wiederaufwachen eines streitsüchtigen Nationalismus, der immer auf der Suche nach einfachen Lösungen ist. (…) Im Europa des Jahres 1914 gehörte der Krieg als Möglichkeit zur gemeinsamen Kultur! Wenn alle den Krieg nicht wollten, aber bereit waren, Krieg in ihr strategisches Denken einzuverleiben, dann heißt das, Schuld greift nicht mehr. Man muss stattdessen von Merkmalen des Systems sprechen, von einer gemeinsamen politischen Kultur. Es wollte keiner dem Krieg aus dem Weg gehen. Das vollkommene Fehlen eines europäischen Konzerts ist eine grundlegende Voraussetzung für den Ausbruch dieses Krieges. CHRISTOPHER M. CLARK macht alle Großmächte und das Fehlen eines transnationalern Willens und transnationaler Strukturen für die rechtliche Beilegung internationaler Konflikte für den Ersten Weltkrieg verantwortlich in seinem Buch „Die Schlafwandler“ (2013) und stellt er die These von einer besonderen Kriegsschuld des Deutschen Kaiserreichs infrage.

„In einer zunehmend gefährlichen Welt“ KOMMENTAR DER ANDEREN | CHRISTOPHER M. CLARK   27. Juli 2014, 17:33     Heute vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg. Historiker Christopher M. Clark zog bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele am Sonntag … Weiterlesen

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Argentinien-Pleite: Das Problem ist die US-Justiz – Lösung rückt immer ferner – Gespräche mit klagenden Hedgefonds sind gescheitert. Nur durch den Anspruch auf weltweite Gültigkeit konnte ein US-Bezirksgericht mit einem einfachen Urteil ein ganzes Land in die Staatspleite schicken. Das ist die eigentliche Ungeheuerlichkeit in dem Fall. Deshalb sollten Europäer und Südamerikaner schleunigst beginnen darüber nachzudenken, wie man die US-Justiz wieder in die Landesschranken verweisen kann. Eine Gruppe von US-Hedgefonds rund um Elliott Management hat Argentinien nach einem jahrelangen Rechtsstreit in die Staatspleite getrieben. Elliott hat damit eine riskante Wette gewonnen: Der Fonds erwarb argentinische Staatsanleihen kurz nach der Jahrtausendwende zu einem Spottpreis, weil Argentinien damals wegen wirtschaftlicher Probleme am Rand des Bankrotts stand. In der Folge widersetzte sich der Fonds allen Versuchen des Landes, eine Umschuldung zu erreichen, und klagte auf die Auszahlung seines vollen Gewinns, in diesem Fall 1.600 Prozent des ursprünglichen Investments. Mit Erfolg. – Argentinien ermittelt gegen Geierfonds. Verantwortlich ist auch der Politikstil in Argentinien: Nie sind für Krisen die im Land Regierenden verantwortlich, sondern immer Andere: USA, Banken, Hedgfonds!

Argentinien: Lösung rückt immer ferner   14. August 2014, 07:34     Gespräche mit klagenden Hedgefonds sind gescheitert New York – Im argentinischen Schuldendrama schwindet die Hoffnung auf eine Lösung weiter. Zuletzt hatten private Banken mit den klagenden Hedgefonds einen … Weiterlesen

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Eine multipolare Welt! Mit den BRICS könnten wir dem Ziel näher kommen, dass die Welt nicht mehr von einem oder einigen Ländern dominiert wird, sondern dass wir zu einer Welt mit Gleichberechtigung kommen! China (zwei) Indien (drei), Russland (sechs) und Brasilien (sieben) sind unter den zehn größten Volkswirtschaften der Welt und Südafrika auf Platz 25 sie bauen jetzt gemeinsam eigene von den USA, Europa und Japan unabhängige internationale wirtschaftspolitische Einrichtungen auf! Und sie repräsentieren viel mehr Menschen als die USA, Japan und Europa gemeinsam. Sie fordern damit die Vorherrschaft dieser drei Regionen heraus, die trotz Menschenrechtserklärung und UNO-Charta auch nach 1945 diese Welt zuerst für ihre Interessen eingerichtet haben! Auch durch den Einsatz durch viel Gewalt, gegen Kräfte, die das nicht wollten und wollen! Es wird Zeit, dass sich das ändert und alle, die in den drei in der Weltbedeutung absteigenden Regionen für Gerechtigkeit und Frieden stehen, können das gut unterstützen!

„Die Bedeutung der BRICS ist die Schaffung einer multipolaren Welt“ Der argentinische Politologe Juan Manuel Karg sprach mit dem renommierten Priester und Soziologen François Houtart Von Juan Manuel Karg Übersetzung: Eva Haule amerika21.de 11.08.2014 09:04 Der belgische Priester und Soziologe … Weiterlesen

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Der Bundeskanzler: „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute Abend hat die NATO mit Luftschlägen gegen militärische Ziele in Jugoslawien begonnen. Damit will das Bündnis weitere schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte unterbinden und eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern.“ Keine Parteien – auch nicht SPD oder Grüne – keine Presse haben uns geschützt, einen völkerrechtswidrigen Krieg der Nato gegen Serbien zu dulden oder gar zu unterstützen! Hier wird nachgewiesen, dass die deutsche Regierung uns Bürger bewusst belogen hat, um den Krieg zu rechtfertigen! Heute erklärt Schröder: Klar war das ein Bruch des Völkerrechts! Und jetzt das: Ethnische Säuberung gegen Serben und Roma in Kosovo mit Nato-Unterstützung? Ausschlachten der Organe von gefangenen Serben, um sie zu verkaufen! Die Anklage, die jetzt gegen hohe Mitglieder des Natoverbündeten, der UCK, erhoben worden ist, lässt einen erschauern. Wie wird die deutsche Presse darüber berichten? Die humanitäre Katastrophe, die – so Deutschlands Medien und Politiker – durch den Krieg gegen Serbien gestoppt werden sollte – so der Regierungssprech – begann erst richtig mit dem Krieg der Nato. Die Gräuel der UCK im Krieg gegen Serbien werden jetzt gerichtlich aufgearbeitet! Wann wird die Nato, wann werden die westlichen Regierungen und die deutsche Regierung zur Verantwortung gezogen! Völkerrecht, Menschenrechte – verlasst Euch nicht auf unsere jetzigen Institutionen – sie haben immer wieder bewiesen, dass sie uns nicht schützen – die Bürger die für diese Ziele stehen, müssen sich viel stärker selbst einbringen! Der Kosovokrieg macht jedem und jeder das auf traurige Weise deutlich! Bitte gebt diese Dokumente weiter und seht sie Euch mit Freunden und Kollegen an und diskutiert die Schlussfolgerungen für uns!

https://www.y-outube.com/watch?v=I1FdZP_pTcM Clemens Ronnefeldt Es begann mit einer Lüge Kosovo-/Jugoslawienkrieg 1999 Vor 15 Jahren, am 24. März 1999, hielt der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die nachfolgende TV-Ansprache: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute abend hat die NATO mit Luftschlägen gegen militärische Ziele … Weiterlesen

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1945 versprachen die Staaten den Menschen: „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren!“ Waren die 60 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges nicht genug? Es gibt jetzt mehr Krieg als je zuvor nach 1945! Dabei hatten die Staaten den Bürgern der Welt versprochen, ihre Konflikte nur noch friedlich auszutragen und Krieg zu verbieten! Wir erinnern an die Grundlagen der Nachkriegsordnung und bitten Euch, Euch für diese Ideale einzusetzen und ihre Einhaltung von den Politikern dieser Welt zu verlangen, damit wir nicht noch weiter in Gewalt und Krieg abgleiten! „WIR, DIE VÖLKER DER VEREINTEN NATIONEN – FEST ENTSCHLOSSEN, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat,…UND FÜR DIESE ZWECKE signing.jpgDuldsamkeit zu üben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben, unsere Kräfte zu vereinen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren, 1. den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen; Grundsätze anzunehmen und Verfahren einzuführen, die gewährleisten, daß Waffengewalt nur noch im gemeinsamen Interesse angewendet wird, … 3. Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel so bei, daß der Weltfriede, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden. Und die Staaten versprachen mit der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte als weltweite Verfassung sogar noch mehr als „Nicht-Krieg“: Sie versprachen die weltweite Zusammenarbeit für den Aufbau einer Welt mit menschenwürdigen Lebensbedingungen und sozialen und politischen Rechten für alle! Wir sollten das jetzt ernst nehmen und dafür aktiv werden, nachdem für immer mehr Menschen nicht mal mehr das Menschenrecht auf Leben gilt!

Atlantik-Charta Roosevelt und Churchill an Bord derPrince of Wales Die Atlantik-Charta vom 14. August 1941 ist eine gemeinsame Erklärung der damaligen Regierungschefs der USA, Franklin D. Roosevelt, und Großbritanniens,Winston S. Churchill, in der gemeinsame Grundsätze ihrer internationalen Politik formuliert wurden. Die … Weiterlesen

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Warum Nationen scheitern. Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut: »Länder wie Großbritannien und die Vereinigten Staaten sind reich geworden, weil ihre Bürger die Machteliten stürzten und eine Gesellschaft schufen, in der die politischen Rechte viel breiter verteilt sind, in der die Regierung den Bürgern Rechenschaft schuldet und auf ihre Wünsche reagiert und in der die große Mehrheit des Volkes ihre wirtschaftlichen Chancen nutzen kann.« Diese Länder aber sicherten in den kolonialisierten Ländern äußert ungerechte und autokratische Systeme!

SACHBUCH: Wenn Vertrauen schwindet Daron Acemoglu und James A. Robinson bieten eine Theorie der Weltungleichheit an, in der Armut nicht Schicksal ist. Wie Europa und die Vereinigten Staaten vormachen, dass Wohlstand nur durch Politik entsteht.VON ELISABETH VON THADDEN Oft ist es … Weiterlesen

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