Archiv der Kategorie: Aus der Geschichte lernen

Kriegsgefahr: Wo bleiben DGB und SPD? Habt ihr nicht einmal für Frieden mobilisiert? In der Zeit von Bebel und Brandt! Und die Sozialdemokraten, die einmal vertraten: Der Arbeiter hat kein Vaterland, diesem System keinen Mann und keinen Groschen? Hat sich das jetzt geändert, wo die führenden Leute dieser Organisationen von diesem System sehr profitieren, anders als die Beschäftigen in unsicheren Arbeitsverhältnissen und die 300 Kinder, die stündlich weltweit verhungern! Besinnt Euch Eurer Traditionen! Die habt ihr, anders als die bürgerlichen Parteien, die im Krieg immer ein Geschäft sahen! Koste es den Kleinen Mann, was es wolle! Zur Erinnerung und zum Erwachen die Gedanken von August Bebel und die Rede von Willy Brandt, als er Friedensnobelpreisträger wurde.

Ebenso verkörperte August Bebel den unbedingten Willen der Sozialdemokratie zu Frieden und Völkerverständigung. Den Militarismus des Kaiserreichs geißelte er innerhalb und außerhalb des Reichstages mit scharfen Worten und kündigte bei Haushaltsverhandlungen an: „Diesem System keinen Mann und keinen Groschen!“ Jahrzehntelang … Weiterlesen

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1914 konnten die Kriegsgegner aufgrund ihrer Verzagtheit, Fehleinschätzungen, euphorischen Friedensillusionen und tiefem Pessimismus die rasende Fahrt der Staaten in den Krieg nicht stoppen: Vor dem Ersten Weltkrieg waren die Sozialisten die einzigen Parteien, die angekündigt hatten, dass sie gegen einen Krieg sind, weil er nur im Interesse der Reichen geführt werde und auf Kosten der Arbeiter aller Länder. Aber das Unvermögen der europäischen Sozialisten 1914 die Zeichen der Zeit richtig zu deuten, sind ein wahres Verhängnis gewesen sei. Hätten die Österreicher die Zweite Sozialistische Internationale rechtzeitig gewarnt, dann wäre es vielleicht möglich gewesen, eine gemeinsame mächtige Widerstandsbewegung gegen die Kriegsgefahr zu entfesseln. Die österreichischen Sozialisten sahen sich unfähig dem Krieg gegen Serbien etwas entgegenzusetzen. Die Juli-Krise verlief so in zutiefst Musil’scher Ironie als „Gefilz“ von Zuversicht und Verzagtheit, politischen Kalkülen und Fehleinschätzungen, euphorischer Friedensillusion und tiefem Pessimismus. Dieses Gefilz bestimmte die hohe Politik ebenso wie die Sozialistische Internationale. Die Sozialdemokraten der verschiedenen Länder hatten auf internationalen Treffen in den Jahren vor dem Krieg beschlossen, den Krieg zu verhindern, als er aber bevorstand, erkannten nur wenige die reale Gefahr. In den sozialistischen Parteien weltweit dachte niemand ernstlich daran, dass Deutschland wegen Österreichs Lokalkonflikt mit Serbien einen Krieg gegen Russland und damit gegen Frankreich und England riskieren würde. Auch wenn in Österreich größere Befürchtungen herrschten: Nach der Tötung des Thronfolgers. „Es schien uns unvorstellbar, dass Millionen sterben sollten, um den Tod eines Mannes zu sühnen, der stets bereit war, Millionen in den Tod zu schicken. Eine absurde Vorstellung. Und doch fühlten wir dunkel, dass es so kommen würde.“

1914: Wir fühlten dunkel, dass es so kommen würde KOMMENTAR DER ANDEREN | LUTZ MUSNER 29. November 2013, 18:51 Die Sozialdemokraten konnten die rasende Fahrt ins große Blutbad nicht stoppen. Sie waren zu verzagt, pessimistisch und blind Christopher Clark hat … Weiterlesen

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Natürlich will das Volk keinen Krieg, aber: „Zur Abwehr der drohenden Gefahr aus dem Osten ist die deutsche Wehrmacht am 22. Juni 3 Uhr früh mitten in den gewaltigen Aufmarsch der feindlichen Kräfte hineingestoßen.“ Wird es wieder 50 Jahren dauern, bis herauskommt, dass die Bedrohung durch Russland nur eine Lüge der Eliten war, um ihre Absicht, Russland zu erobern, zu verschleiern und die Kleinen Leute zu überzeugen, dafür zu töten und zu sterben! „Zur Abwehr der drohenden Gefahr aus dem Osten ist die deutsche Wehrmacht am 22. Juni 3 Uhr früh mitten in den gewaltigen Aufmarsch der feindlichen Kräfte hineingestoßen.“ Wenig später leitete die Russland-Fanfare die „Radio-Sondermeldungen“ des OKW ein.[68] Mit diesen öffentlichen Erklärungen begann die NS-Propaganda eine lange vorbereitete Kampagne zur Rechtfertigung des Überfalls, an der das Regime bis zum Kriegsende, viele Wehrmachtgeneräle auch darüber hinaus festhielten. Die historische Forschung hat diese Präventivkriegsthese seit 1960 als haltlos zurückgewiesen und bis 2000 vollständig widerlegt.“ Göhring hat uns erklärt, wie man es macht: „Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte auch irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, daß er mit heilen Knochen zurückkommt? Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Rußland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. (…) Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

Hermann Göring: Natürlich will das Volk keinen Krieg, ABER …   Dieser Text dient nicht der Verherrlichung des zitierten Faschisten, sondern vielmehr der Warnung. Nicht nur soll deutlich werden, wie berechnend die nationalsozialistischen Verbrecher damals handelten – sondern es sollen … Weiterlesen

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Hitler – Eine Karriere (2013) [Dokumentation] | Film (deutsch)

Dieser Film entstand nach dem Buch „Hitler“ von Joachim C. Fest, das schon bald nach Erscheinen zum Welt-Bestseller wurde. Dieser Film hilft, die Zeit Hitlers ohne die sonst übliche Voreingenommenheit dokumentarisch zu betrachten, zu begreifen und zu beurteilen, wie das … Weiterlesen

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Rassismus: Seine Geschichte, Entstehung, Entwicklung und Veränderung des Rassismus – Rassistische Theorien und Argumentationsmuster dienen der Rechtfertigung von Herrschaftsverhältnissen und der Mobilisierung von Menschen für politische Ziele.[2] Die Folgen von Rassismus reichen von Vorurteilen und Diskriminierung über Rassentrennung, Sklaverei und Pogrome bis zu sogenannten „Ethnischen Säuberungen“ und Völkermord.

Geschichte des Rassismus – 1. Das Geschäft der Sklaverei [HQ Doku Teil 1/3] Doku über Entstehung, Entwicklung und Veränderung des Rassismus Diese Reihe zeigt die Veränderungen des Begriffs der „Rasse“ auf der Welt auf. Wie haben sich die Vorstellungen über … Weiterlesen

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Seit 1945 ziehen die Machthaber in den USA – getrieben von ihrem militärisch-industriellen Komplex, für den Kriege hohe Profite bedeuten, eine Blutspur durch die Welt! Jimmy Hendrix hat die Verkommenheit der US-Elite und die Art, wie sie die amerikanische Nation moralisch heruntergebracht hat zu einer Kriegsmaschine mit seiner Art, die US-amerikanische Nationalhymne zu spielen auf den Punkt gebracht! Aber auch Hendrix, Martin Luther Kings, Eleonor Roosevelt und Henry Wallace waren US-Amerikaner; die Welt braucht diese Art US-Amerikaner zur Zusammenarbeit für eine faire Welt! Eisenhower: „Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss — beabsichtigt oder unbeabsichtigt — durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potenzial für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.“

        Militärisch-industrieller Komplex Der Begriff militärisch-industrieller Komplex wird in gesellschaftskritischen Analysen zur Beschreibung der engen Zusammenarbeit und der gegenseitigen Beziehungen zwischen Politikern, Vertretern des Militärs sowie Vertretern derRüstungsindustrie verwendet. In den USA gelten Denkfabriken, wie zum Beispiel … Weiterlesen

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Die Kenntnisse über den Konflikt zwischen Israel und Palästina in Deutschland sind gering: Petra Wild (Autorin des Buches Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina) schreibt: Die Realität in Palästina wird besonders in Deutschland verdeckt durch einen dichten Schleier aus Desinformation und Manipulation. Sobald es um Israel geht, wenden auch kritische Köpfe völlig andere Kriterien an als auf andere Staaten. Während es in den 1980er Jahren selbstverständlich war, den Apartheidstaat Südafrika zu boykottieren, wird die Apartheidpolitik Israels als zulässig betrachtet, da dieses seinen jüdischen Charakter bewahren müsse. Entscheidend für das Gelingen der fortwährenden Manipulation der Öffentlichkeit ist die Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfes.Zionisten innerhalb und außerhalb Israel bezeichnen auch Antizionismus und Kritik an der Politik des Staates Israel als Formen des Antisemitismus. In den Metropolen wurde dieser Ansatz in den letzten Jahren aufgegriffen, und wenn heute von Antisemitismus die Rede ist, ist meist Israelkritik oder Antizionismus gemeint. Beides sind jedoch grundverschiedene Dinge. Während der Begriff des Antisemitismus den pauschal gegen die jüdische Religionsgemeinschaft gerichteten Rassismus bezeichnet, ist Antizionismus eine politische Position, die im Kern in der Ablehnung der Vertreibung, Enteignung und Entrechtung der Palästinenser und eines exklusiven jüdischen Staates in einem multiethnischen, multireligiösen Land besteht. Für den Soziologen Moshe Zuckermann von der Universität Tel Aviv betreibt Israel seit Jahrzehnten ein Okkupationsregime gegen die Palästinenser. Doch besonders in Deutschland verweigere man sich dieser Realität. Deshalb preist Zuckermann Petra Wilds Beschreibung des Leids der Palästinenser – und warnt zugleich vor deftigen historischen Parallelisierungen. Die Unbescholtenheit von „Juden = Zionisten = Israelis“ darf auf keinen Fall infrage gestellt werden; sie allein garantiert die Makellosigkeit derer, mit denen man sich solidarisieren muss, um sich selbst – „wiedergutmachend“ – moralisch schadlos zu halten. Da aber Deutsche im 20. Jahrhundert Monströses an Juden verbrochen haben, meinen viele in Deutschland, ihre Verantwortung für die historische Schuld durch eine selbstauferlegte Tabuisierung von allem, was mit Juden, Zionismus und Israel zusammenhängt, unter Beweis stellen zu sollen. In den letzten Jahren ist diese Haltung zunehmend verdinglicht worden und in eine aggressive Ideologie gegen jede Kritik an Israels Politik umgeschlagen, eine Ideologie, die keine noch so perfide Kreuzigung des jeweiligen Kritikers und seine infame Besudelung scheut. ass sich die Leute, die sich mit Israel solidarisieren, nicht um palästinensisches Leid scheren, versteht sich von selbst. Dass sie sich aber auch nicht wirklich für Juden interessieren, sondern nur für deren Abstraktion als „Juden = Zionisten = Israelis“, liegt ebenso klar auf der Hand: Nicht nur agieren sie unmoralisch den Palästinensern gegenüber, sondern ihre „moralische Verpflichtung“ den Juden gegenüber erweist sich als Parteinahme für das, was ihnen als projizierte Abstraktion das Ausleben unverarbeiteter Befindlichkeiten ermöglicht.

Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina– Der zionistische Siedlerkolonialismus in Wort und Tat Autor:  Petra Wild Verlag:  Promedia, Wien (13. März 2013) – zur Verlagsseite ISBN-13:  978-3-85371-355-6 broschiert, 240 Seiten mit 5 Landkarten, 15,90 Eur[D] / 15,90 Eur[A] / 22,90 … Weiterlesen

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