Hamas lehnt Tötung von Zivilisten ab und verurteilt IS! In der Vergangenheit bot Exilführer der Hamas, Khaled Masha, Israel auch einen Waffenstillstand an, falls die Palästinenser einen Staat in den Grenzen von 1967 erhalten würden. Soldaten und Siedler im besetzten Westjordanland würden indessen als Aggressoren betrachtet, und die Palästinenser hätten dort ein Recht auf Widerstand. Mitglieder von Hammas haben die drei Jugendlichen getötet, aber ohne Wissen der Führung. Als Hintergrund für diese Aktion, die Hamas ablehnt, sieht er die Lage unter der Militärbesetzung durch Israel.

Gaza-Konflikt

Ambivalente Äusserungen der Hamas

24.8.2014, 21:33 Uhr
Der Exilführer der Hamas, Khaled Mashal, hat eingeräumt, dass Mitglieder seiner Organisation hinter der Ermordung von drei jüdischen Teenagern im Westjordanland im Juni gestanden hätten.
Der Exilführer der Hamas, Khaled Mashal, hat eingeräumt, dass Mitglieder seiner Organisation hinter der Ermordung von drei jüdischen Teenagern im Westjordanland im Juni gestanden hätten. (Bild: imago)

bol. Der Exilführer der Hamas, Khaled Mashal, hat in einem Intervieweingeräumt, dass Mitglieder seiner Organisation hinter der Ermordung von drei jüdischen Teenagern im Westjordanland im Juni gestanden hätten. Die Führung der Hamas habe von den Plänen nichts gewusst. Er habe Verständnis, dass die unter Militärbesetzung lebenden Palästinenser alle möglichen Aktionen unternähmen. Seine Organisation – die in der Vergangenheit mit Selbstmordattentaten in Israel Terror verbreitete – sei aber gegen die Tötung von Zivilisten. Die Hamas habe das Problem, dass ihre Waffen nicht gut genug seien, um militärische Einrichtungen gezielt anzugreifen. Soldaten und Siedler im besetzten Westjordanland würden indessen als Aggressoren betrachtet, und die Palästinenser hätten dort ein Recht auf Widerstand.

Mashal distanzierte sich von der in Syrien und im Nordirak aktiven Terrorgruppe Islamischer Staat (IS). Netanyahu hatte die Hamas, die am Wochenende eine Gruppe angeblicher Kollaborateure öffentlich hinrichtete, mit dem IS verglichen. Mashal beschrieb die Hamas demgegenüber als nationale Bewegung, die nie ausserhalb ihres Landes gekämpft habe. In der Vergangenheit bot er Israel einen Waffenstillstand an, falls die Palästinenser einen Staat in den Grenzen von 1967 erhalten würden. Von ihrer von antisemitischen Tönen durchdrungenen Gründungscharta von 1988, welche die Zerstörung Israels fordert, hat sich die Hamas aber nie offiziell losgesagt.

http://www.nzz.ch/international/naher-osten-und-nordafrika/ambivalente-aeusserungen-der-hamas-1.18369503

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