The Nation (USA): Russland soll mit der Bombardierung prorussischer Städte zum Einmarsch provoziert werden, damit die Nato eingreifen kann! In der linksliberalen Zeitschrift werden Äußerungen des Hochschullehrers Stephen Cohen wiedergegeben.

rorotoko.com

„Der Abschuss von [Malaysian Airlines MH17] war etwas, was wir nicht vorhersehen konnte“, sagte Stephen Cohen (Stephen Frand Cohen (* 1938 in Owensboro, Kentucky) ist ein US-amerikanischer Hochschullehrer und Russistikgelehrter, der sich hauptsächlich mit Russland und der Sowjetunion nach der Oktoberrevolution sowie den Beziehungen der USA zu diesen Staaten beschäftigt). Er sagte am Dienstag bei der John Batchelor Show. „Historiker werden zurückblicken und sagen, dass diese fast 300 Seelen, die auf dieser Flugzeug-Katastrophe gestorben sind, sind die ersten nichteinheimischen Opfer des neuen Kalten Krieges.“ Der Konflikt, sagte Cohen, hat sich als Folge der Bomben- und Mörserangriffe der Regierung in Kiew auf zwei große pro-russische Städten im Osten der Ukraine, durch die-Dutzende von Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder,  gestorben sind. Warum tut t Kiew das? Und lässt das Weiße Haus das zu?  Cohen gab eine plausible (und eine uns sehr betreffende) Antwort: „Um Russland, Putin, herauszufordern, zu einer militärischen Intervention, so dass die NATO militärisch eingreifen kann und das bedeutet, dass irgendwo jemand in einer Position mit Einfluss einen russischen Krieg mit der NATO will, und das bedeutet: einen Russisch-Amerikanischen Krieg. „

-Alana De Hinojosa

„The shootdown of [Malaysian Airlines MH17] was something we couldn’t foresee,“ Stephen Cohen said Tuesday on the John Batchelor Show. „Historians will look back and say that these nearly 300 souls that died on that plane disaster were the first nonresidential victims of the new cold war.“ The conflict, Cohen said, has worsened as a result of the Kiev government’s bombing and mortaring of two large pro-Russian cities in eastern Ukraine—where scores of civilians, including many women and children, have died. Why is Kiev doing this? And why is the White House going along with it? Cohen provided a plausible (and highly concerning answer): „To bate Russia, Putin, into intervening militarily so that NATO will intervene militarily. And that means, somewhere, someone in a position of influence wants a Russian war with NATO and that means a Russian-American war.“
—Alana de Hinojosa

http://www.thenation.com/blog/180769/stephen-cohen-russian-american-war-horizon

Stephen F. Cohen

 
 

Stephen Frand Cohen (* 1938 in Owensboro, Kentucky) ist ein US-amerikanischer Hochschullehrer und Russistikgelehrter, der sich hauptsächlich mit Russland und der Sowjetunion nach der Oktoberrevolution sowie den Beziehungen der USA zu diesen Staaten beschäftigt.

Leben[Bearbeiten]

Cohens Großvater war ein jüdischer Einwanderer aus dem damals zum Kaiserreich Russland gehörenden Litauen. Sein Enkel errang den Grad des Bachelor of Science und des M.A. in Russistik an der Indiana University in Bloomington. Im Verlauf weiterer Studien in England bereiste er mehrere Wochen lang die Sowjetunion. Cohen promovierte in Russistik an der Columbia Universityin New York und wurde Professor für Russistik an der Princeton University in Princeton, New Jersey. Er lehrte in Princeton bis 1998 und danach an der New York University in New York City. Seine Vorlesung in New York trägt den Titel: Russland seit 1917.

Cohen hat aus erster Ehe einen Sohn und eine Tochter. Er ist mit der Chefredakteurin der linksgerichteten New Yorker ZeitschriftThe Nation, Katrina vanden Heuvel, verheiratet. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn. Cohen ist auch Redakteur bei The Nation.

Wirkung[Bearbeiten]

Cohen ist ein persönlicher Freund von Michail Gorbatschow und Berater von George Bush. Er kannte die Tochter Stalins und sorgte Ende der 1980er Jahre für eine Rehabilitierung des sowjetischen Politikers Nikolai Bucharin. Cohen hat eine Reihe von Büchern veröffentlicht und ist Berater der New Yorker Radio- und Fernsehstation CBS News. Er ist Mitglied des einflussreichenCouncil on Foreign Relations in New York.

Positionen[Bearbeiten]

Boris Jelzin verfolgt Clintons Spiel auf dem Saxophon (1994).

Cohen vertritt die Sichtweise, dass die USA den im Jahre 1991 offiziell für beendet erklärtenKalten Krieg wieder aufgenommen hätten, ohne sich das jedoch selbst einzugestehen. Die seit Präsident Bill Clinton gängige, verkürzte Deutung von einem „amerikanischen Sieg“ und einer „russischen Niederlage“ habe dazu geführt, dass das post-kommunistische Russland auch wie eine besiegte Nation behandelt worden sei, obwohl das von der Sowjetunion geerbte militärische Potenzial weiterhin voll erhalten war. Dieser Triumphalismus habe zu der Erwartung geführt, dass Russland in den USA übliche Praktiken kopiere und sich der amerikanischen Außenpolitik komplett unterwerfe. Die öffentlichen Freundschaftsbekundigungen wie sie zwischen Clinton und Jelzin üblich waren, seien vor so einem Hintergrund wertlos. Dass Clinton, entgegen dem Versprechen seines Vorgängers, die NATO nach Osten erweiterte und dann auch noch eine Einkreisungspolitik verfolgt wurde, habe in Russland zwangsläufig zu Misstrauen führen müssen. Weiter nennt Cohen u.a. die Kündigung des ABM-Vertrags 2002 und den verweigerten WTO-Beitritt beim G8-Gipfel in Sankt Petersburg 2006. Als Indiz sieht Cohen auch die „unsinnige Dämonisierung“ Putins als „Autokrat“. Es sei unnatürlich, dass sich in der als pluralistisch verstehenden US-Medienlandschaft kaum noch jemand finde, der den „Zeloten des Kalten Krieges“ substantiell widerspreche. Nach Cohens Auffassung wäre es notwendig und auch im Interesse der USA, dass sie sich eingestehen, dass sie den Kalten Krieg unversehens fortgeführt hätten.[1][2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • The Victims Return: Survivors of the Gulag after Stalin. Publishing Works, New York 2010, ISBN 978-1-933002-40-8.
  • Soviet Fates and Lost Alternatives: From Stalinism to the new Cold War. Columbia University, New York 2009, ISBN 978-0-231-14896-2.
  • Failed Crusade: America and the Tragedy of Post-Communist Russia. W.W. Norton, New York 2000, ISBN 0-393-04964-7.
  • mit Katrina van den Heuvel: Voices of Glasnost: Interviews with Gorbatchev’s Reformers. W. W. Norton, New York 1989, ISBN 0-393-02625-6 .
  • Sovieticus: American Perceptions and Soviet Realities. W. W. Norton, New York 1986, ISBN 0-393-30338-1.
  • Rethinking the Soviet Experience: Politics and History since 1917. Oxford University Press 1985, ISBN 0-19-503468-6 .
  • An End to Silence: Uncensored Opinion in the Soviet Union, from Roy Medevedyev’s Underground Magazine „Political Diary“. W. W. Norton, New York 1982, ISBN 0-393-01491-6.
  • Bukharin and the Bolshevik Revolution. A Political Biography, 1888-1938. Oxford University Press, 1980, ISBN 0-19-502697-7.
  • als Herausgeber mit anderen: The Soviet Union since Stalin. Indiana University Press, Bloomington, Indiana, USA 1980, ISBN 0-253-32272-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hochspringen Stephen F. Cohen: The New American Cold War in The National vom 10. Juli 2006.
  2. Hochspringen Stephen F. Cohen: Stop the Pointless Demonization of Putin in The National vom 6. Mai 2012.
Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s