Wir haben eine umfassende Krise und brauchen einen umfassenden Ansatz und wir müssen es als Bürger selbst machen! Und das in internationaler Zusammenarbeit: Setzen wir das Prinzip der Menschlichkeit, der weltweiten Menschlichkeit durch, das Handeln gegenüber allen weltweit, wie wir behandelt werden wollen (Goldene Regel/Kant) als Basis für Frieden und überwinden wir durch unseren Zusammenschluss das heute dominierende Prinzip des Profits als in unseren Gesellschaften und der Politik dominierenden Prinzips!

Wir haben eine umfassende Krise und brauchen einen umfassenden Ansatz und wir müssen es als Bürger selbst machen! Und das in internationaler Zusammenarbeit! Wenn die Eliten weiter die Welt nach ihrem Prinzip gestalten, maximale Vermehrung ihres Vermögens, droht uns wie in den 20er und 30er Jahren Weltwirtschaftskrise und Gewalt und Krieg! Heute kommt noch der Umweltkollaps hinzu. Es reicht nicht, das zu sehen und zu kritisieren: Wenn man etwas Schlechtes überwinden will, braucht man etwas Besseres! Wir brauchen das Prinzip der Menschlichkeit, des Wirtschaftens für die menschlichen Bedürfnisse (und zwar der Menschen der ganzen Welt) und das können wir nur politisch durchsetzen, durch unseren Zusammenschluss in unseren Ländern und global und mit der Ausarbeitung von realistischen Reformschritten, die diesem Prinzip entsprechen!

Packen wir es an, wer mitmachen will bei unserer Initiative Eine-Welt-Bürger-Diplomanten, mag sich melden: b.u.w@gmx.net, Tel: 05655924981, Solidarische Grüße, Wolfgang Lieberknecht

Als erster Diskussionsvorschlag für Menschen, die in diese Richtung denken als Ziel für einen Zusammenschluss in einer Vereinssatzung:

 

Die Ziele für Deutschland:

Wir engagieren uns dafür, dass wir das Leben in der Bundesrepublik im Sinne der Menschenrechtserklärung gestalten und uns dafür über alle religiösen, politischen, weltanschaulichen Unterschiede, über alle Unterschiede der Hautfarbe und Herkunft dafür zusammenschließen, dass alle das gleiche Recht auf menschenwürdiges Leben im Sinne der Menschenrechtserklärung haben. Wir treten dafür ein, alle Konflikte in Deutschland nur mit friedlichen Mitteln zu lösen. Wir treten Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierungen entgegen. Wir ringen um eine faire deutsche Außenpolitik gegenüber  anderen Ländern und um faire Außenwirtschaftsbeziehungen. Wir treten dem Schüren von Feindschaft und Hass gegen andere Völker entgegen. Wir treten insbesondere ein für eine deutsche Politik der  Weiterführung der Dekolonialisierung ein gegenüber den einst von Europa unterworfenen Völkern bis hin zur völligen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gleichberechtigung.Wir treten ein für eine deutsche Umwelt- und Wirtschaftspolitik, die die natürlichen Grundlagen unseres Lebens nicht überfordert und den nächsten Generationen die natürliche Bais des Lebens erhält.

Die Ziele für Europa

Wir suchen die Zusammenarbeit mit Menschen in anderen europäischen Ländern. Wir versuchen sie zu unterstützen in ihrem Ringen um menschenwürdiges Leben in ihren Ländern. Wir suchen die Zusammenarbeit, um mit ihnen gemeinsam ein Europa zu gestalten, in dem Gewalt und Krieg verboten ist und alle Konflikte friedlich gelöst werden und in dem alle Menschen menschenwürdig leben können. Wir arbeiten mit  ihnen daran, europäische Institutionen zu schaffen, die menschenwürdiges Leben  in Europa als Recht für alle absichern. Wir treten insbesondere ein auch für eine europäische Politik der  Weiterführung der Dekolonialisierung ein gegenüber den einst von Europa unterworfenen Völkern bis hin zur völligen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gleichberechtigung. Wir treten ein für eine europäische Umwelt- und Wirtschaftspolitik, die die natürlichen Grundlagen unseres Lebens nicht überfordert und den nächsten Generationen die natürliche Bais des Lebens erhält.

Die weltweiten Ziele

Wir engagieren uns für eine Welt ohne Krieg und Gewalt, in der wir Menschen alle Konflikte friedlich lösen und Krieg und Gewalt verboten ist, wie in der UNO-Charta 1945 bereits beschlossen. Wir engagieren uns dafür, dass wir weltweit so zusammenarbeiten, dass alle Menschen menschenwürdig leben können mit Menschenrechten, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948 schon beschlossen worden sind. Wir suchen dazu die Zusammenarbeit mit Menschen in den anderen Ländern der Welt, um uns gegenseitig zu unterstützen. Wir suchen vor allem auch die Zusammenarbeit zwischen Menschen der Länder, die früher andere kolonialisiert haben und der Länder, die kolonialisiert worden sind, um gemeinsam Schritte zu organisieren hin zur völligen Dekolonialisierung und Gleichberechtigung. Wir treten ein für eine globale Umweltpolitik, die die natürlichen Grundlagen unseres Lebens nicht überfordert und den nächsten Generationen die natürliche Bais des Lebens erhält und in der der eine Teil der Welt nicht die Umwelt des anderen Teils zerstört und auf seine Kosten lebt.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit Menschen in anderen Ländern, Menschen der verschiedensten Religionen und Weltanschauungen, um gemeinsam weltweite Institutionen zu schaffen, die die Kraft haben, weltweit Krieg und Gewalt zu verhindern. Wir suchen die Zusammenarbeit mit Menschen in anderen Ländern, um mit ihnen gemeinsam den Geist zu fördern, dass wir eine Menschheit sind, geschwisterlich zusammenarbeiten sollten und dafür sorgen sollten, dass alle menschenwürdig leben. Wir suchen die Zusammenarbeit für den Aufbau von globalen transparenten demokratischen Institutionen, die in der globalisierten Weltwirtschaft weltweit menschenwürdiges Leben als Menschenrecht für jeden Menschen rechtlich sicherstellen und verhindern, dass der eine Teil der Welt auf Kosten des anderen lebt. Wir treten ein für den Aufbau von globalen demokratischen Institutionen, die die globale Umwelt vor der Zerstörung und für die nächsten Generationen sichern. Wir treten ein für globale Institutionen, die aber nach dem Subsidaritätsprinzip (auf der möglichst tiefsten Ebene alles entscheiden, was entschieden werden kann) nur das entscheiden, was in den vor allem starken lokalen, regionalen, nationalen und kontinentalen Institutionen nicht allein entschieden werden kann!

Referenzen:

UNO-Charta: http://www.infoseiten.slpb.de/fileadmin/daten/dokumente/UN_Charta.pdf

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Grundgesetz:

I.
Die Grundrechte

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. (der globale Ansatz) 
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Als Ansatz zur Verwirklichung dieser Ziele halten wir den Ideen von Prof. Senghaas für wichtig, das zivilisatiorische Hexagon, als Orientierung in den Einzelstaaten und weltweit:

Zivilisatorisches Hexagon

Der Friedensforscher Dieter Senghaas versteht Frieden als einen Zivilisierungsprozess. Ziel dieser Entwicklung ist das friedliche Zusammenleben von Staaten durch konstruktive, also aufbauende, Konfliktbearbeitung. Es herrscht dann Frieden, wenn bestimmte, sich gegenseitig stützenden Bedingungen vorhanden sind.

Die Elemente des zivilisatorischen Hexagons bedingen sich gegenseitig. Die zivilisierte, nachhaltig gewaltfreie Bearbeitung von unvermeidlichen Konflikten setzt sechs Bedingungen voraus, die in der folgenden Graphik dargestellt werden:

1. Entprivatisierung von Gewalt (Gewaltmonopol): Die Herausbildung eines legitimen staatlichen Gewaltmonopols ist für den Zivilisierungsprozess im Sinne Senghaas unerlässlich. Gewalt darf – außer in Fällen von Notwehr und Nothilfe – ausschließlich von den dafür zuständigen staatlichen Organen ausgeübt werden. Die BürgerInnen sollen zur Verhinderung eines Wiederausbruchs von Gewalt entwaffnet werden.

 „Wesentlich für jeden Zivilisierungsprozess ist die Entprivatisierung der Gewalt bzw. die Herausbildung eines legitimen, in aller Regel staatlichen Gewaltmonopols, dem die einzelnen untergeordnet sind (‚Entwaffnung der Bürger‘). Wo das Gewaltmonopol zusammenbricht, also die Wiederaufrüstung und Wiederbewaffnung der einzelnen Bürger eine Chance bekommen, kann es zu einer ‚Renaissance von Bürgerkriegssituationen‘ kommen.  

2. Herausbildung von Rechtsstaatlichkeit: Jede/r BürgerIn hat das Recht, die Institutionen des Rechtsstaates für die legitime Durchsetzung eigener Interessen und die Lösung von Konflikten zu nutzen. Institutionalisierte Formen des Konfliktmanagements bilden sich heraus.

„Ein Gewaltmonopol, das nicht durch Rechtsstaatlichkeit eingehegt wird, wäre im Grenzfall nichts mehr als eine beschönigende Umschreibung von Diktatur … Soll demgegenüber das Gewaltmonopol als legitim akzeptiert werden, bedarf es der Institutionalisierung rechtsstaatlicher Prinzipien und öffentlicher demokratischer Kontrolle, auf deren Grundlage sich Konflikte in einem institutionellen Rahmen fair austragen lassen.  

3. Interdependenzen: Alle Mitglieder einer Gemeinschaft stehen in gegenseitiger Abhängigkeit zueinander. Nachhaltiger Friede ist nur möglich durch die Anerkennung von Unterschieden bei gleichzeitigem Gewaltverzicht. Der Einzelne lernt, seine Affekte zu kontrollieren und auf Gewalt zu verzichten.

„Die Entprivatisierung von Gewalt und die Sozialisation in eine Fülle von institutionalisierten Konfliktregelungen implizieren eine Kontrolle von Affekten. Solche Selbstkontrolle wird maßgeblich durch die Herausbildung von großflächig angelegten Verflechtungen und gegenseitigen Abhängigkeiten unterstützt … Affektkontrolle ist Grundlage nicht nur von Aggressionshemmung und Gewaltverzicht, sondern darauf aufbauend von Toleranz und Kompromissfähigkeit.  

4. Demokratische Partizipation: Demokratisierung bedeutet die gleichberechtigte Einbeziehung möglichst aller Beteiligten in Prozesse der Entscheidungsfindung.

„In aller Regel werden in fortgeschrittenen sozial mobilen Gesellschaften Unterordnungsverhältnisse aufgrund von Geschlecht, Rasse, Klasse oder anderen Merkmalen von den Betroffenen nicht mehr hingenommen. In demokratisierten Rechtsstaaten mit einem hohen Politisierungspotential untergräbt solche Diskriminierung die politische Stabilität.  

5. Soziale Gerechtigkeit: Die Gesellschaft schützt ihre Mitglieder ausnahmslos vor Armut und Diskriminierung jeglicher Art und beschäftigt sich mit Fragen der Gerechtigkeit.

„In Gesellschaften mit einem erheblichen Politisierungspotential ist eine aktive Politik der Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit, letztlich ergänzt um Maßnahmen der Bedürfnisgerechtigkeit (Sicherung der Grundbedürfnisse), unerlässlich, weil nur dann sich die Mehrzahl der Menschen in einem solchen politischen Rahmen fair behandelt fühlt.  

 6. Konfliktkultur: Die Mitglieder einer Gesellschaft sind fähig, Konflikte produktiv und kompromissorientiert auszutragen.

„Gibt es in einer aufgegliederten, aber deshalb auch zerklüfteten Gesellschaft faire Chancen für die Artikulation und den Ausgleich von unterschiedlichen Interessen, kann unterstellt werden, dass ein solches Arrangement verlässlich verinnerlicht wird, eine Bereitschaft zur produktiven Auseinandersetzung mit Konflikten vorliegt und kompromissorientierte Konfliktfähigkeit einschließlich der hierfür erforderlichen Toleranz zu einer selbstverständlichen Orientierung politischen Handelns wird.  

Das Zivilisierungsprojekt von Senghaas strebt nach einer gerechten Ordnung. Ein so verstandener Friede ist kein gegebener Naturzustand sondern ein Prozess, der immer wieder neu gestaltet, überprüft und auf den Idealzustand ausgerichtet werden muss.

Das Konzept des Zivilisatorischen Hexagons entstand aufgrund historischer Erfahrungen aus der neuzeitlichen europäischen Geschichte und ist abstrakt analytisch. Aus diesem Grund wird auch immer wieder die Frage gestellt, ob dieses Deutungsinstrument vorwiegend für europäisch-westliche Zusammenhänge geeignet ist oder auch auf anderen Weltregionen übertragbar sei. (red)

Quellen, Links und Lesetipps

Ulrich Menzel (Hg.) (2002): Vom Ewigen Frieden und vom Wohlstand der Nationen. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.

Dieter Senghaas (1994): Wohin driftet die Welt? Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.

Dieter Senghaas (1997): Frieden machen? Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.

D@dalos-Friedenspädagogik: Hexagon. (abgerufen am 12.11.07)

Dieter Senghaas (1995). Frieden als Zivilisierungsprozeß. In: Ders. (Hrsg.): Den Frieden denken. Frankfurt am Main, S. 196–223, Auszüge.

Das zivilisatorische Hexagon – Architektur des Friedens  (abgerufen am 25.10.2009)

Friedenspädagogik

Der folgende Textauszug von Michael Zürn stellt mit dem zivilisatorischen Hexagon ein Kernelement des Ansatzes des bedeutenden Friedensforschers Dieter Senghaas vor. Der Aspekt der Zivilisierung spielt auch in dem Krieg-Frieden-Kontinuum eine zentrale Rolle, das im Rahmen dieses Grundkurses immer wieder Verwendung findet:

Was bedeutet Zivilisierung genau? Senghaas hat darauf eine Antwort zu geben versucht. Seine Friedenstheorie, die Frieden als Zivilisierungsprojekt versteht, fasst der folgende Textauszug zusammen:

„In diesem konfigurativen Denken wird erfolgreiches Regieren im Sinne der Erreichung bzw. der Annäherung an grundlegende und gesellschaftlich anerkannte Wertvorstellungen und das friedliche Zusammenleben der Menschen eins. Die Ziele des Regierens (…) sind gleichzeitig die Bedingungen des Friedens. Die verschiedenen Staatszwecke und Ziele des Regierens werden mittels des „zivilisatorischen Hexagons“, das nach innen eine gute Ordnung markiert und sich nach außen friedensfähig zeigt, zur Senghaasschen Friedenstheorie zusammengeführt. (…)

Das System organisierter Friedlosigkeit kann nur im Zuge eines Zivilisierungsprojektes überwunden werden. Dabei erschließen sich die entscheidenden Dimensionen des Zivilisierungsprojektes Frieden durch eine Betrachtung derjenigen Bedingungen, die in modernen Industriegesellschaften westlichen Typs inneren Frieden ermöglichen. Das Ziel (…), einen breiten Friedensbegriff zu entwickeln, ohne aber in die begrifflichen und gedanklichen Fallen zu geraten, die mit dem Begriffspaar „negativer Frieden“ (= Abwesenheit von Krieg) und „positiver Frieden“ (= Abwesenheit von struktureller Gewalt) mitgeliefert worden sind, führt bei Senghaas zum zivilisatorischen Hexagon. In dieser Perspektive herrscht Frieden dann vor, wenn eine Konstellation von sich gegenseitig stützenden Bedingungen vorhanden ist (…).

Die sechs Eckpunkte eines solchen zivilisatorischen Hexagons können wie folgt beschrieben werden:

1) Wesentlich für das Zivilisierungsprojekt sind die Entprivatisierung von Gewalt und die Herausbildung eines legitimen Gewaltmonopols. Ohne die „Entwaffnung der Bürger“ könne es keinen (…) dauerhaften Frieden geben.

2) Die Kontrolle des Gewaltmonopols und die Herausbildung von Rechtsstaatlichkeit sind wiederum Voraussetzung dafür, dass das öffentliche Gewaltmonopol nicht despotisch missbraucht wird.

3) Durch wachsende Interdependenzen und durch die Entprivatisierung von Gewalt bildet sich eine zunehmende Affektkontrolle im gegenseitigen Umgang miteinander heraus, die von Norbert Elias als „Prozess der Zivilisation“ eindrucksvoll beschrieben ist. In der Folge mag dies auch zu „Gefühlsräumen“ führen, die die lokalen Grenzen überschreiten und in einer „nationalen Identität“ münden.

4) Damit ist auch die Grundlage für die demokratische Beteiligung bei öffentlichen Entscheidungsfindungen gelegt.

5) Ein weiteres Element ist die soziale Gerechtigkeit. Die materielle Anreicherung von Rechtsstaatlichkeit ist eine konstitutive Bedingung der Lebensfähigkeit von rechtsstaatlichen Ordnungen und damit des inneren Friedens.

6) Schließlich bildet eine konstruktive Konfliktkultur, Bereitschaft zur produktiven Auseinandersetzung mit Konflikten und kompromissorientierte Konfliktfähigkeit, den letzten Eckpunkt des Hexagons.

Frieden als Zivilisierungsprojekt wird somit zum Streben nach einer legitimen und gerechten Ordnung. In diesem Sinne sind gelungene Zivilisierung und Frieden „identische Tatbestände“. Ein so verstandener Frieden ist kein Naturzustand. „Er muss also gestiftet werden.“ Oder anders formuliert: „Wenn man Frieden im Sinne der Zivilisierung von Politik will (…), muss man den Frieden vorbereiten: Si vis pacem, para pacem.““

[aus: Michael Zürn: Vom Nationalstaat lernen, Das zivilisatorische Hexagon in der Weltinnenpolitik, in: Ulrich Menzel (Hrsg.): Vom Ewigen Frieden und vom Wohlstand der Nationen, Frankfurt am Main 2000, S. 21-25]

http://www.dadalos-d.org/frieden/grundkurs_2/hexagon.htm

 

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