Scholl-Latour: „Wir haben Syrien kaputtgemacht, den einzige säkulare Staat in der arabischen Welt. Der Aufstand in Syrien wurde von außen ins Land hineingetragen.“ Bei berichten die Medien vor allem über das, was uns von Muslimen trennen soll; sie such nicht das Verbindende, das wir aber gerade brauchen, wenn wir einen Weg finden wollen, friedlich zusammenzuleben; Scholl-Latour dagegen wollte keine Feindbilder schüren, um unsere Bevölkerungen einsetzen zu können, im Nahen Osten die Kontrolle der Rohstoffe auch militärisch sichern zu können: Ein Beispiel: „Ich habe mal den höchsten geistlichen Führer der Schiiten des Libanon, Scheich Hussein Fadlallah, mit Blick auf den Konflikt um Jerusalem gefragt: «Sie wollen doch die Heiligen Stätten wiedergewinnen.» Da hat er geantwortet: «Was heißt schon die Heiligen Stätten wiedergewinnen? Die Würde des ist 70 mal wichtiger.» Das sind sicher strenggläubige Leute, aber nicht ohne Nuancen. Die Christen im Libanon müssen begreifen, dass ihre verlässlicheren Verbündeten die Schiiten sind und nicht die sunnitisch dominierte Partei von Saad Hariri.“ Das wird uns aber sonst nicht gesagt, weil vor allem die US-Eliten die Solidarität mit den sunnitischen Wahabiten Saudi-Arabiens fördern und die Shiiten als Feinde herstellen können, weil sie im rohstoffreichen Iran regieren, den sie noch nicht kontrollieren! Scholl-Latour ging von den Menschen aus, nicht den Wirtschaftsinteressen der westlichen Eliten, die unsere Medien kontrollieren und deshalb uns das Gegenteil erzählen.

Zerstörung in Homs, Syrien

Hier die mir wichtigen Gedanken, die anderen finden Sie unten im ganzen Artikel der Katholischen Seite.

Wir haben Syrien kaputtgemacht, den einzige säkulare Staat in der arabischen Welt. An der Grenze zwischen Syrien und Israel hat es seit dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 keinen Zwischenfall mehr gegeben. Wenn da aber erstmal radikale Islamisten stehen, dürfte es für Israel ungemütlich werden. Der Aufstand in Syrien ist nicht aus dem Inneren gekommen, wie das etwa in Libyen oder Ägypten zumindest teilweise der Fall war. Er wurde von außen ins Land hineingetragen. Die ganze Sache wäre in 14 Tagen zu regeln gewesen, wenn die syrische Regierung nicht überreagiert und direkt scharf geschossen hätte und wenn der Aufstand nicht von anderen Ländern massiv unterstützt worden wäre. Vor einigen Wochen war ich im Libanon, an der Grenze zu Syrien. Unter Assad lebten die acht bis zehn Prozent syrischen Christen weitgehend unbehelligt. Sie hatten keine hohen Staatsämter inne, aber sie konnten ihren Geschäften nachgehen. Das ist jetzt vorbei. Im vergangenen Jahr entführten Islamisten einen syrisch-orthodoxen Metropoliten und einen griechisch-orthodoxen Erzbischof. Von beiden hat man seitdem nichts mehr gehört. Auch die Entführung von Nonnen Anfang Dezember in der Stadt Maalula ging auf das Konto der Extremisten. Ich habe mal den höchsten geistlichen Führer der Schiiten des Libanon, Scheich Hussein Fadlallah, mit Blick auf den Konflikt um Jerusalem gefragt: «Sie wollen doch die Heiligen Stätten wiedergewinnen.» Da hat er geantwortet: «Was heißt schon die Heiligen Stätten wiedergewinnen? Die Würde des ist 70 mal wichtiger.» Das sind sicher strenggläubige Leute, aber nicht ohne Nuancen.

http://www.kath.net/news/44537

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