Das Sterben in Gaza wird wohl ab morgen weitergehen! Bei den Verhandlungen herrscht Pessimismus, dass eine Vereinbarung erzielt werden kann! Die Positionen liegen zu weit auseinander! Israels Regierung lehnt die Aufhebung des Einsperrens von über einer Millionen Menschen ab; Netanyahu: Die radikal-islamische Hamas habe im Gaza-Krieg einen „schweren Schlag“ erlitten. „Wenn die Hamas glaubt, sie könnte eine militärische Niederlage in einen diplomatischen Erfolg verwandeln, dann irrt sie“. Die Forderungen an Israel, das Völkerrecht einzuhalten, wird insbesondere nicht von den USA und Deutschland und der EU gegenüber Israel nachdrücklich erhoben, mit deren Unterstützung aber, kann Israel so weitermachen und den Palästinensern ihre Rechte verweigern; die westlichen Medien werden es wieder so hinbiegen, dass die Palästinenser die Angreifer sind! Muslime kommen häufig aus dem arabischen Raum und fühlen mehr mit den Opfern in Gaza; wundert Euch nicht, dass angesichts der Komplizenschaft des Westens bei der Verweigerung der Recht der Palästinenser, die radikalen Islamisten Zulauf bekommen: Der Konflikt ist für sie das beste Argument, um zu beweisen, dass der Westen die Rechte der Muslime mit Füßen tritt. Wenn wir schweigen, wird das auch auf uns zurückfallen, am Ende!

Israel und Palästinenser starten neue Verhandlungen

A Gazan toddler killed in the Israel offensive that began on July 8, 2014 on the coastal encalve

 gaza3
17. August 2014, 14:30

Pessimismus vor Auslaufen der Waffenruhe am Montagabend

Gaza – Israel und die Palästinenser setzen ihre Verhandlungen über eine dauerhafte Gaza-Waffenruhe fort. Delegationen beider Seiten kamen am Sonntag zu neuen indirekten Gesprächen nach Kairo, wie ein Flughafensprecher mitteilte. Nach Medienberichten herrscht aber auf beiden Seiten Pessimismus hinsichtlich einer möglichen Einigung auf eine Eindämmung der Gewalt.

Israel geht es vor allem um seine Sicherheit. Nur wenn diese gewährleistet sei, werde Israel einer dauerhaften Waffenruhe zustimmen, sagte Regierungschef Benjamin Netanyahu am Sonntag zu Beginn einer Regierungssitzung. Die radikal-islamische Hamas habe im Gaza-Krieg einen „schweren Schlag“ erlitten. „Wenn die Hamas glaubt, sie könnte eine militärische Niederlage in einen diplomatischen Erfolg verwandeln, dann irrt sie“, sagte Netanyahu. Israel werde auch künftig hart auf Raketenangriffe aus dem Gazastreifen reagieren und sich von der Hamas nicht einschüchtern lassen. „Wir sind ein starkes und entschlossenes Volk“, betonte Netanyahu.

Hamas fordert Änderungen

Die radikal-islamische Hamas lehnt den ägyptischen Vorschlag in seiner gegenwärtigen Form ab und fordert Änderungen. Ihre Hauptforderung ist eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens. Nach Medienberichten sieht der ägyptische Vorschlag unter anderem eine Ausweitung der Fangzone für Gaza-Fischer im Mittelmeer und die Verkleinerung einer 300 Meter breiten Sperrzone am Gaza-Grenzzaun zu Israel vor. Die Hamas müsse sich im Gegenzug verpflichten, keine Tunnel mehr nach Israel zu graben. Verhandlungen über die Freilassung palästinensischer Häftlinge sowie die Übergabe der Leichen zweier israelischer Soldaten sollen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas von der gemäßigteren Fatah betonte bei einer Sitzung am Samstagabend in Ramallah, die ägyptische Initiative bleibe die einzige Möglichkeit zu einer Lösung der Krise. Das Wichtigste sei gegenwärtig, die Kämpfe, das Blutvergießen und die Zerstörung im Gazastreifen zu beenden.

„Duty-Free-Shop für Raketen“

Der israelische Geheimdienstminister Yuval Steinitz bezeichnete einen von der Hamas geforderten See- und Flughafen in Gaza am Sonntag als „Duty-Free-Shop für Raketen“. Israel dürfe die Forderung nach einer Entmilitarisierung des Gazastreifens nicht aufgeben.

Tausende Israelis demonstrierten am Samstagabend in Tel Aviv für eine Friedensregelung mit den Palästinensern. Israel hatte Anfang Juli als Reaktion auf ständige Raketenangriffe eine Offensive im Gazastreifen gestartet. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums starben in dem Konflikt 1.980 Menschen und mehr als 10.000 wurden verletzt. Auf israelischer Seite wurden 64 Soldaten und drei Zivilisten getötet, Hunderte Menschen erlitten Verletzungen. Eine fünftägige Waffenruhe endet am Montagabend um 23 Uhr MESZ. (APA, 17.8.2014)

 

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