9/11: Opfer fordern Klarheit über Rolle Saudi-Arabiens! Pressekonferenz mit Politikern beider Parteien wird erneut im September erneut die Veröffentlichung der 28 Seiten fordern, die sich im US-Untersuchungsbericht mit der Rolle des Königsreichs befassen. Obwohl 15 der mutmaßlichen Attentäter aus Saudi-Arabien kamen, wird der amerikanischen und Weltöffentlichkeit verheimlicht, ob Saudi-Arabien diesen Anschlag mit organisiert und finanziert hat. Die Veröffentlichung widerspreche den nationalen Interessen der USA, die seit dem Zweiten Weltkrieg ein Bündnis auf Gegenseitig mit diesem undemokratischsten Staat der Welt hat: Sie bekommen den Zugriff aufs Öl und garantieren die Herrschaft der Wahabiten, die die strengste Form der Sharia betreiben und immer wieder mit der Finanzierung von islamistischen Gruppen in Verbindung gebracht werden. Nach 9/11 wurde der Krieg gegen den Terror von den USA in die ganze Welt getragen; Millionen Menschen fielen ihm in Länden zum Opfer, von denen anders als Saudi-Arabien überhaupt keine Bürger beteiligt waren, wie etwa Afghanistan oder Irak. Der Druck auf Obama wird stärker, den Untersuchungsbericht zu veröffentlichen. Auch die Bundesrepublik und die EU und die UNO sollten das fordern!

aktueller Stand unten in Englisch, hier der Hintergrund:

 

9/11-Bericht soll Saudis belasten

17. Dezember 2013, 17:24

Präsident Bush ließ 28 Seiten entfernen – Senatoren Jones und Lynch verlangen Veröffentlichung

Washington/Riad – Die Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien sind zur Zeit nicht die besten. Das Wüstenkönigreich ist über die vorsichtige Öffnung Washingtons gegenüber dem Iran alles andere als erfreut. Zudem kritisiert Riad die „weiche“ Linie von US-Präsident Barack Obama im Syrien-Konflikt.

Doch jetzt könnte sich eine neue Quelle für Konflikte zwischen den engen „Verbündeten“ auftun: eine mögliche Komplizenschaft Saudi-Arabiens mit den Attentätern vom 11. September 2001. Zwei Senatoren, der Republikaner Walter Jones und der Demokrat Stephen Lynch, fordern die Veröffentlichung von 28 zensierten Seiten des offiziellen Berichts über die Anschläge von 9/11 in New York und Washington, berichtet die „New York Post“.

Bush ordnete Zensur an

Ein Abschnitt des Berichts war unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush entfernt worden, offenbar um die Beziehungen zu einem wichtigen Verbündeten im Nahen Osten nicht zu belasten. Die Senatoren, die in die entfenten Passagen Einsiucht nehmen konnten,  haben eine Resolution vorgelegt, um Präsident Obama zu zwingen, das offizielle Schweigen dazu zu brechen, so die  „New York Post“.

Demnach sind in der Vergangenheit zahlreiche, auch vom Geheimdienst CIA bestätigte Informationen über die Beziehungen zwischen saudischen Amtsträgern und einigen Selbstmordattentätern aufgetaucht: Der saudische Konsulatsangestellte in Los Angeles, Fahad al Thumairy, koordinierte ein Empfangsteam für zwei der Flugzeugentführer von 9/11, Khalid al-Minhdhar und Nawaf al-Hazmi. Das selbe Team unter der Leitung von Omar al-Bayoumi richtete einen Stützpunkt in San Diego ein.

Spenden aus Riad

Auch eine mit der Familie Bush befreundete Persönlichkeit erscheint in schiefem Licht: Prinz Bandar bin Sultan, damals Botschafter in Washington und heute saudischer Geheimdienstchef, überwies 130.000 Dollar an den saudischen Agenten Osama Bassnan, der die beiden Flugzeugentführer in Kalifornien unterstützte. Später kamen noch weitere Spenden aus Riad.

Von nicht weniger Interesse sind die Bewegungsprofile anderer saudischer Emissäre: Saleh Hussayen wohnte im selben Hotel beim Washingtoner Airport Dulles, wo auch die Terroristen untergebracht waren, die ein Flugzeug ins Pentagon steuern sollten. Esam Ghazzawi, ein Berater eines Enkels des Königs, empfing in seiner Luxusresidenz in Sarasota in Florida den Anführer des Terrorkommandos, Mohammed Atta. und andere Selbstmordattentäter. Zwei Wochen vor dem 11. September verließ der Saudi-Funktionär überstürzt seine Residenz und ließ teure Autos und Einrichtungsgegenstände zurück.  (red/APA, 17.12.2013)

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  • https://news.vice.com/article/campaign-mounts-to-declassify-911-reports-references-to-alleged-saudi-involvement
  • Nearly 13 years after the 9/11 terrorist attacks, the extent of Saudi involvement in the deaths of almost 3,000 people remains unclear — but according to members of Congress and the families of victims, information about this has been suppressed ever since the publication of a 2002 congressional investigation into the plot.Prior to the release of the final report of the Joint Inquiry into Intelligence Community Activities Before and After the Terrorist Attacks of September 11, 2001, the Bush administration classified a 28-page section in the name of national security.

    Though speculations, accusations, and denials have swirled around these pages over the past decade, the call for their declassification has steadily grown since December 2013, when House Representatives Walter Jones (R-NC) and Stephen Lynch (D-MA) introduced Resolution 428, a two-page document urging President Obama to release them to the public. Nine other representatives from both parties have co-sponsored the resolution.

    Family of ‚the terrorist that wasn’t‘ prepares for his return from US. Read more here.

    Conspiracy theorists and fringe publications have seized on suspicion surrounding the redacted pages, but experts and sources close to the investigation have acknowledged that the material’s release would help address significant questions.

    In April, Jones and Lynch sent a letter to Obama reiterating their request. They are planning a September 11 press conference with relatives of victims to highlight the issue. Adding fuel to the campaign, various family members have recounted to the media how President Obama had promised them that he would release the material.

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