Snowden: Kriegsauslösung aus Versehen möglich! Der amerikanische Geheimdienst NSA arbeitet laut dem früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden heimlich an einem Programm, das automatisch auf Cyber-Attacken reagiert. Das Programm mit dem Codenamen Monster Mind soll ohne jegliche menschliche Kontrolle zurückschiessen. Damit würde es weiter gehen als bisherige Programme, die Schadsoftware lediglich aufgespürt und blockiert beziehungsweise unschädlich gemacht hätten, hiess es in einem Bericht der US-Computerzeitschrift «Wired», der auf Interviews mit Snowden basiert. Damit verbunden sei das Risiko, dass Software versehentlich einen Krieg auslösen würde.

Monster Mind

14. August 2014 09:15; Akt: 14.08.2014 11:26Print

Snowden verrät geheimes Cyber-Kriegsprogramm

Edward Snowden hat in einem Interview Details zu einem geheimen NSA-Programm enthüllt, das ohne menschliches Zutun virtuelle Attacken gegen andere Länder auslösen kann.

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Der amerikanische Geheimdienst NSA arbeitet laut dem früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden heimlich an einem Programm, das automatisch auf Cyber-Attacken reagiert. Das Programm mit dem Codenamen Monster Mind soll ohne jegliche menschliche Kontrolle zurückschiessen. Damit würde es weiter gehen als bisherige Programme, die Schadsoftware lediglich aufgespürt und blockiert beziehungsweise unschädlich gemacht hätten, hiess es in einem Bericht der US-Computerzeitschrift «Wired», der auf Interviews mit Snowden basiert. Damit verbunden sei das Risiko, dass Software versehentlich einen Krieg auslösen würde, hiess es weiter.

Snowden sagte in dem Interview in seinem Moskauer Exil, Cyber-Angriffe würden oft über andere Länder umgeleitet, um den wahren Urheber zu verschleiern. «Es könnte zum Beispiel jemand in China sitzen und es so aussehen lassen, als ob die Attacken von Russland aus erfolgen. Und das führt dann dazu, dass wir auf ein russisches Krankenhaus schiessen», sagte Snowden. «Was passiert als Nächstes?»

Gefahr für die Privatsphäre

Snowden bezeichnete das Programm zudem als grosse Gefahr für die Privatsphäre von US-Bürgern. Denn für seine Umsetzung müsse die NSA erst einmal «heimlich Zugang zur gesamten privaten Kommunikation haben, die vom Ausland zu Menschen in den USA kommt», zitiert der Autor und NSA-Experte James Bradford Snowden.

Snowden, dem in den USA wegen der Veröffentlichung von Dokumenten über Geheimdienstaktivitäten 30 Jahre Haft drohen, sagte dem Magazin auch, dass die NSA 2012 versucht habe, einen grossen Internetrouter Syriens zu hacken. Bei der Aktion mitten im syrischen Bürgerkrieg sei der Router versehentlich unbrauchbar gemacht worden, was zu einem zeitweisen Internet-Ausfall in der Region geführt habe.

http://www.20min.ch/digital/news/story/Snowden-verraet-geheimes-Cyber-Kriegsprogramm-14584145

 

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