Für die griechische Landwirtschaft insgesamt bleibt das Embargo eine Katastrophe: “60 Prozent unserer Pfirsichernte geht nach Russland, die Hälfte aller Kiwis. Unsere Erdbeerernte sogar zu 90 Prozent! Russland ist unser Hauptabnehmer. Über Jahre haben wir viel in diesen Markt investiert” Am Donnerstag werden die EU-Agrarminister über mögliche Entschädigungen für die europäische Landwirtschaft beraten. Denn nicht nur Fruchtproduzent Griechenland ist betroffen, auch Spanien, Portugal und andere Länder leiden unter dem russischen Einfuhrverbot.

Die griechische Landwirtschaft bekommt die russischen Sanktionen gegen die Europäische Union zu spüren. Obst und Gemüse aus der Union darf nach dem Willen Moskaus nicht mehr eingeführt werden.

Auf dem Fruchthof von Naoussa endet das Obst entweder im Abfall oder zu einem Bruchteil seines erwarteten Verkaufswerts in der Saftpresse.

“60 Prozent unserer Pfirsichernte geht nach Russland, die Hälfte aller Kiwis. Unsere Erdbeerernte sogar zu 90 Prozent! Russland ist unser Hauptabnehmer. Über Jahre haben wir viel in diesen Markt investiert”, so der Landwirtschaftsfunktionär Christos Giannakakis.

Die Kühlhäuser sind voll. Doch die Früchte können hier nicht ewig lagern. Schon bald werden auch diese Pfirsiche reif sein für die Mülltonne.

“Dreitausend Tonnen Pfirsiche sind es allein hier im Kühllager der Fruchtkooperative von Naoussa. Noch werden die Produzenten für den entstandenen Verlust entschädigt, doch das gilt nicht für die kommenden Monate”, so die Euronews-Reporterin. “Die genaue Höhe des Schadens ist schwer zu beziffern. Die griechischen Bauern sehen sich als Opfer eines Wirtschaftskrieges zwischen der EU und Russland.”

Am Donnerstag werden die EU-Agrarminister über mögliche Entschädigungen für die europäische Landwirtschaft beraten. Denn nicht nur Fruchtproduzent Griechenland ist betroffen, auch Spanien, Portugal und andere Länder leiden unter dem russischen Einfuhrverbot.

Die Situation belastet auch diesen russischen LKW-Fahrer: “Ich sollte hier in Griechenland laden, dann sagte man mir, dass es ein neues Gesetz gibt, das die Einfuhr von griechischen Produkten verbietet. Also bin ich zurück auf den Parkplatz. Und da steh ich nun seit einer Woche. Keine Ahnung wie lange noch.”

Kurz vor Bekanntwerden des Embargos waren die LKW planmäßig abgefahren. Nun kommen sie einer nach dem anderen zurück. Mit Tonnen verderblicher Ware an Bord, weiß der Präsident einer griechischen Fahrervereinigung: “Einige Händler haben versucht, den Schaden zu begrenzen und die Früchte auf anderen Märkten abzusetzen, wie etwa in Weißrussland, der Ukraine, Polen oder Tschechien. Und wenn es nur zum halben Preis wäre.”

Selbst wenn ihnen das gelingt: Für die griechische Landwirtschaft insgesamt bleibt das Embargo eine Katastrophe.

 

Video: http://de.euronews.com/2014/08/13/russische-saftpresse-moskaus-embargo-trifft-griechische-obstbauern/

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Europa, Kriegsvorbereitung Freindbilder, regionale Konflikte, Sanktionen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s