Nicht nur amerikanische, auch britische Soldaten kämpfen wieder im Irak! Dabei haben wir diesen beiden Ländern v.a. die Ausbreitung des Terrors zu verdanken, ist ihr völkerrechtswidriger Angriffskrieg die Hauptursache für den Zerfall des Irak und das Entstehen des Kalifats. Die UNO erklärt in Irak nun die höchste Alarmstufe, wie vorher bereits in Syrien, Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik! Allein die Uno, und nicht die Kriegsverursacher, wäre die richtige Einrichtung, um in Irak die Menschen zu schützen (bei aller Unzulänglichkeit, aber wir haben keine bessere globale Einrichtung, und da bestimmen immerhin auch Nicht-Westmächte mit). Und nun zu den von der UNO ausgerufenen Notstandszonen: Warum berichten die Medien so wenig, über das Leid der Menschen dort? Weil man es dort aus wirtschaftlichen Interessen nicht stoppen will? Es gibt für uns in der reichen Welt unvorstellbar grausame Lebensbedingungen auf dieser Erde. Die Medien berichten zu Sendezeiten, die viele erreichen, nur dann und dort darüber, wenn die reichen Länder und vor allem die reichen Eliten der Welt dort aus eigenen wirtschaftlichen und strategischen Interessen militärisch intervenieren wollen! Dann wird auf die Mitmenschlichkeitsdrüse gedrückt. Wie man an Syrien sieht, wo über das Leid der Menschen seit der Zeit nicht mehr berichtet wird, seit man nicht mehr intervenieren will. Der Maßstab für Berichte und Eingreifen müsste aber ein anderer sein: Nicht die Wirtschaftsinteressen der reichen Welt, sondern der Wille, die Verletzung von Menschenrecht überall zu beenden, weil es Menschen sind! Das jedenfalls ist der Maßstab unserer globalen – und von den Staaten beschlossenen Verfassung – der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte! Wir brauchen eine Anstrengung all derer, die dafür eintreten, sich außenpolitisch gemeinsam viel mehr zu informieren, die Not bekanntmachen und Maßnahmen zu fordern und zu organisieren, die wirklich das Leid beenden, nicht noch verschlimmern, wie bei den Militärinterventionen der westlichen Mächte in den vergangenen Jahrzehnten. Da ist der Einzelne zwar überfordert, aber wenn sich viele beteiligen und die Aufgaben teilen, sollte es möglich sein! Dafür wollen wir uns engagieren, als Eine-Welt-Diplomaten; wenn du mitmachen willst, melde dich! Aber es gibt sicher auch noch viele andere Stellen, wo man etwas bewegen kann.

Irakischer Ministerpräsident al-Maliki verliert Unterstützung der eigenen Partei – UNO ruft höchste Notstandsstufe aus

 
14. August 2014, 09:28
 
 

Britische Spezialkräfte sollen schon vor Wochen in den Irak geschickt worden sein

Bagdad – Der erbittert um die Macht kämpfende irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki verliert die Unterstützung seiner Dawa-Partei. In einer am Mittwochabend veröffentlichten Erklärung forderte die Partei alle politischen Blöcke des irakischen Parlaments auf, den designierten Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi zu unterstützen, berichtete die unabhängige Nachrichtenseite Al-Sumaria News am Donnerstag.

Haidar al-Abadi, ebenfalls ein Mitglied von Malikis Dawa-Partei, ist von Staatspräsident Fouad Masoum mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Es sei wichtig, alle Kräfte zu bündeln und politische Differenzen im Parlament beizulegen, heißt es in der Stellungnahme der Dawa-Partei. Die „Einheit des Irak“ könne nur durch eine rasche Regierungsbildung erhalten bleiben.

Al-Maliki hält dennoch an seinem Ziel, eine dritte Amtszeit zu übernehmen, fest. Am Montag hatte der Noch-Ministerpräsident Truppen nach Bagdad beordert, als deutlich wurde, dass viele seiner bisherigen Verbündeten ihn fallenlassen.

Notstandsstufe 3: Syrien, Zentralafrika, Südsudan und nun Irak

Die Vereinten Nationen haben inzwischen die höchste Notstandsstufe ausgerufen. Angesicht des Umfangs der humanitären Katastrophe gelte für den Irak der Notstand der Stufe 3, teilte der UN-Sonderbeauftragte für den Irak am Mittwochabend mit.

Der Schritt war bereits erwartet worden. Die dritte Stufe ermöglicht es den Vereinten Nationen, zusätzliche Hilfsgüter und Geldmittel zu mobilisieren. Vor allem Nahrung und Wasser sollen für die zehntausenden Menschen, die vor der Offensive der Terrormiliz „Islamischer Staat“ auf der Flucht sind, bereitgestellt werden.

Der Irak ist das vierte Land, in dem die UN aktuell einen Notstand der Stufe 3 erklärt haben. Die anderen drei sind Syrien, der Südsudan und die Zentralafrikanische Republik.

Handelsbeauftragte: Spezialkräfte schon lange vor Ort

Die britische Armee hat Medienberichten zufolge schon vor Wochen Spezialeinsatzkräfte (SAS) in den Irak geschickt, um die einheimischen Truppen im Kampf gegen islamistische Terrormilizen zu unterstützen. Die Regierung bestätigte die Berichte nicht. „Wir kommentieren den Einsatz von Spezialtruppen nie“, sagte Entwicklungshilfe-Ministerin Justine Greening am Donnerstag in der BBC.

Der „Daily Telegraph“ berief sich bei seinem Bericht auf die britische Handelsbeauftragte für den Irak, Emma Nicholson. Britische Spezialkräfte seien seit mindestens sechs Wochen gemeinsam mit amerikanischen Soldaten im Irak.

Unterdessen gaben die Niederlande am Mittwochabend bekannt, für die Flüchtlinge im Norden des Irak Nothilfe im Wert von einer Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Die australische Luftwaffe werde die Lebensmittel, Wasser und Decken umfassende Hilfslieferung über dem Sinjar-Gebirge abwerfen, wo sich weiterhin tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden aufhalten, teilte Entwicklungshilfeministerin Lilianne Ploumen mit. (APA, 14.8.2014)

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