IS -Zulauf in Indonesien, dem Kosovo und der gesamten EU! 2000 Islamisten aus Europa in Syrien und dem Irak! Bekanntester Islamist in Indonesien, dem Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt, ruft aus dem Gefängnis zur Unterstützung des Kalifats auf! 100 bis 150 indonesische Islamisten kämpfen im Irak und Syrien! Die Hemmschwelle derjenigen, die für die IS in den Kampf ziehen wollen, sei sehr niedrig. Propaganda-Videos und lose Kontakte seien hierfür oftmals schon ausreichend. „Viele haben sich dazu entschlossen, einfach zu gehen. Deshalb ist der Begriff der Rekrutierung in diesem Zusammenhang sogar falsch, weil das bedeuten würde, dass jemand aktiv nach Nachwuchs sucht“, sagt Jones. Auch Auslandsstudierende kämpfen für das „Kalifat“. „Es gab eine Reihe Indonesier und Malaysier, die von ihren Universitäten in Ägypten, in Pakistan oder im Jemen direkt nach Syrien gegangen sind“, erzählt Jones. Kritisch werde es vor allem dann, wenn die Jihadisten wieder heimkehren. Damit könnte eine ähnliche Situation eintreten, wie sie Indonesien mit der Rückkehr der Kämpfer aus dem Afghanistankrieg Anfang der 90er schon einmal erlebt hat. Damals begann damit die Terrorwelle im eigenen Land. Auch 100 bis 200 Kosovaren sollen in Syrien und im Irak kämpfen. Beide Staaten gehen gegen die Anwerbung vor. Kosovo will die Teilnahme an Aufständen im Ausland unter Strafe stellen! Ob das aber junge Leute, die in ihren Ländern ohne Perspektive sind, abhalten wird, darf bezweifel werden! Da viele auch aus Protest gegen die westliche Politik gegen die muslimischen Länder und die Ausbeutung von deren Rohstoffen durch westliche Konzerne in den Krieg ziehen, dürfte sich dort die Lage nur ändern, wenn sich im Westen politische Strömungen durchsetzen, die eine faire Außenpolitik durchsetzen! Ansonsten droht eine Fortsetzung der Gewaltspirale zwischen westlichen Militärinterventionen und islamistischem Terror, die sich gegenseitig fördern!

Mehr als 2000 Islamisten aus der EU in Irak und Syrien

 
13. August 2014, 14:27
 
 

Rückkehrer machen Verfassungsschützern am meisten Kopfzerbrechen

Brüssel – Im Irak und in Syrien sind nach Angaben der EU-Kommission inzwischen mehr als 2000 gewaltbereite Islamisten aus der Europäischen Union unterwegs. Es gebe keine spezifische Zahl für den Irak, weil etwa Kämpfer wie die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auch im Nachbarland Syrien aktiv seien, gab das Büro von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch in Brüssel bekannt.

Die früher im Irak sehr aktive Islamistenmiliz zog dann nach Syrien und ist jetzt in beiden Ländern eine Bedrohung. Sie verfolgt seit ihrem Vormarsch Gegner und Angehörige von Minderheiten brutal.

Nach Erkenntnissen der französischen Regierung gibt es derzeit allein knapp 900 Franzosen, die in den Kampfgebieten in Syrien und im Irak seien oder sich auf dem Weg in die Region befänden. Sie würden von der Terrormiliz angeworben und an alle Orte geführt, an denen diese in Kampfhandlungen verwickelt sei, sagte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch dem Radiosender France Info.

Die Zahl der Islamisten, die aus Deutschland nach Syrien ausreisen, ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen. Seit dem Ausbruch der Kämpfe in dem Bürgerkriegsland 2011 haben die deutschen Verfassungsschützer mehr als 400 Ausreisen nach Syrien gezählt. Etwa 100 der zuvor ausgereisten Islamisten sind nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden inzwischen wieder in Deutschland – und etwa 25 davon haben in Syrien Kampferfahrung gesammelt. Diese Rückkehrer machen den Verfassungsschützern am meisten Sorgen.

Auch Österreicher beteiligen sich immer wieder im syrischen Bürgerkrieg. Von insgesamt 2.000 islamistischen Kämpfern aus Europa sollen 2013 immerhin 100 aus Österreich gekommen sein, wie es bei der Präsentation des Verfassungsschutzberichts Ende Juni hieß. Im Jahr davor sollen es bloß zwischen 30 und 40 gewesen sein. Heimgekehrt sind 44. Letztere Gruppe gilt als potenziell gefährlich, da eine „mögliche ausgereifte Radikalisierung ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Österreich“ darstelle.

Der Irak ist auch ein Anlaufpunkt für Islamisten aus Europa. Einige reisen aus Syrien direkt dorthin weiter – ins nächste Kampfgebiet. In den vergangenen Wochen kamen aus dem Irak mehrfach Meldungen über Selbstmordattentate deutscher Islamisten. Offizielle Bestätigungen dazu gibt es jedoch nicht. (APA, 13..8.2014)

http://derstandard.at/2000004334330/Mehr-als-2000-Islamisten-aus-der-EU-in-Irak-und

Indonesiens Regierung verbietet den „Islamischen Staat“

TERESA EDER
 
13. August 2014, 11:17
 
 

Abu Bakar Bashir, Drahtzieher der Anschläge auf Bali, unterstützt die Ziele der IS und bringt damit die Behörden unter Zugzwang

Die indonesische Regierung kündigt an, in Zukunft rigide gegen Unterstützer des „Islamischen Staates“ (IS, vormals ISIS) vorgehen zu wollen. Die Gruppierung sowie die Verbreitung ihrer Ideologie wurden in dem Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung verboten. Das Außen- und Justizministerium wollen künftig mit dem Geheimdienst sowie der nationalen Antiterrorbehörde zusammenarbeiten und mögliche Jihadisten an der Ausreise in die Konfliktzone hindern.

Außerdem soll eine Öffentlichkeitskampagne, an der sich auch religiöse Führer beteiligen werden, für mehr Bewusstsein für die Gefahr, die von der IS ausgeht, sorgen und IS-Videos auf Youtube gesperrt werden.

Bali-Bomber bekennt sich zu IS

In Indonesien wird der Aufstieg der IS als Bedrohung wahrgenommen, vor allem seit der bekannteste indonesische Terrorist Abu Bakar Bashir, der für die Anschläge in Bali 2002 mitverantwortlich ist, selbst aus dem Gefängnis zur Unterstützung der IS aufgerufen hat. Bashir legte im Beisein von Mitgliedern seiner eigenen Terrororganisation Jama’ah Anshorut Tauhid (JAT), die ihn im Gefängnis besuchten, einen Eid auf die IS ab.

Mindestens 60 Indonesier sind derzeit im Irak und in Syrien als Jihadisten unterwegs. „Die tatsächliche Zahl liegt wahrscheinlich irgendwo zwischen 100 und 150 Personen“, sagt Sidney Jones vom Institute for Policy Analysis of Conflict in Jakarta. Auch eine Handvoll Kämpfer aus Malaysia, Singapur und den Philippinen soll dort unterwegs sein. „Wir wissen derzeit von drei Indonesiern, die im Irak getötet wurden“, so Jones.

Einer jener, die sich vor Ort aufhalten, ist Mohammed al-Indonesi, der jüngst in einem Youtube-Video mit dem Titel „Join the Ranks“ indonesische Muslime aufforderte, es ihm gleichzutun. Al-Indonesi ist kein Unbekannter, er hat Verbindungen zu Indonesiens meistgesuchtem Terroristen Santoso und wird deshalb schon länger von den Behörden gesucht.

 

syria focus

Rekrutierungsvideo von Mohammed al-Indonesi.

Doch auch in Indonesien selbst gingen IS-Unterstützer schon gemeinsam auf die Straße, um für das „Kalifat“ zu demonstrieren. Von Einigkeit und bedingungsloser Loyalität zur IS vonseiten indonesischer Jihadisten kann trotzdem nicht die Rede sein. Bisher unterstützten viele Gruppierungen – darunter auch die Jemaah Islamiya – auch den Gegenspieler der IS, die Al-Nusra-Front, die zuletzt an Einfluss verlor. Jetzt wird von mehreren Seiten, wie zum Beispiel der Antiterrorbehörde, befürchtet, dass das öffentliche IS-Bekenntnis von Bashir hilft, diese Lücken zu schließen und die Islamisten in Indonesien zu vereinen.

Erinnerungen an den Afghanistankrieg

Sidney Jones bewertet die neuen Maßnahmen der indonesischen Regierung als wichtig und richtig. Das Problem aus der Welt schaffen könnten sie trotzdem nicht, liegt es doch anderswo: „Vor der ISIS wurden die Leute in Gruppen rekrutiert, die sehr amateurhaft angemutet haben. Jetzt gibt es mit der IS eine Organisation, die tatsächliche Trainingsstrukturen in Syrien und Irak hat.“ Kritisch werde es vor allem dann, wenn die Jihadisten wieder heimkehren. Damit könnte eine ähnliche Situation eintreten, wie sie Indonesien mit der Rückkehr der Kämpfer aus dem Afghanistankrieg Anfang der 90er schon einmal erlebt hat. Damals begann damit die Terrorwelle im eigenen Land.

Freiwillige Ausreise ohne aktive Rekrutierung

Die Hemmschwelle derjenigen, die für die IS in den Kampf ziehen wollen, sei sehr niedrig. Propaganda-Videos und lose Kontakte seien hierfür oftmals schon ausreichend. „Viele haben sich dazu entschlossen, einfach zu gehen. Deshalb ist der Begriff der Rekrutierung in diesem Zusammenhang sogar falsch, weil das bedeuten würde, dass jemand aktiv nach Nachwuchs sucht“, sagt Jones. Auch Auslandsstudierende kämpfen für das „Kalifat“. „Es gab eine Reihe Indonesier und Malaysier, die von ihren Universitäten in Ägypten, in Pakistan oder im Jemen direkt nach Syrien gegangen sind“, erzählt Jones.

Aufmarsch von IS-Anhängern in Indonesien.

Das IS-Verbot der indonesischen Behörden zeigt bisher noch wenig Wirkung. Zuletzt wurden an mehreren indonesischen Moscheen Magazine ausgehändigt, die den Lesern den „Islamischen Staat“ erklären und Gerüchte über ihn entkräften sollten. (Teresa Eder, derStandard.at, 13.8.2014)

 

40 mutmaßliche Syrien-Kämpfer im Kosovo festgenommen

 
11. August 2014, 12:03
 
 

Mit der Razzia solle gegen die Anwerbung von Kämpfern vorgegangen werden

Pristina – Im Kosovo hat die Polizei 40 mutmaßliche Islamisten festgenommen, die in Syrien und dem Irak gekämpft haben sollen. Mit der Razzia solle gegen die Anwerbung von Kämpfern vorgegangen werden, teilten die Behörden des Balkanlandes am Montag mit. Bei dem Polizeieinsatz seien Sprengkörper, Waffen und Munition beschlagnahmt worden. Den Männern werde vorgeworfen, gegen die Verfassung verstoßen zu haben und die öffentliche Sicherheit zu gefährden.

Im Kosovo wächst wie in anderen europäischen Staaten die Furcht, dass radikalisierte Rückkehrer aus den Kampfgebieten im Nahen und Mittleren Osten Anschläge in ihrer Heimat verüben könnten. Nach Berichten örtlicher Medien wurde vergangene Woche ein 18-Jähriger bei Kämpfen in Syrien getötet, womit die Zahl der in Kämpfen in Syrien getöteten Kosovaren auf 16 gestiegen sei. Ein Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben will, erklärte, nach Schätzungen seien 100 bis 200 Kosovaren nach Syrien gegangen, um dort zu kämpfen.

Im Kosovo leben vor allem ethnische Albaner, die überwiegend zur Glaubensgemeinschaft der Muslime zählen. Allerdings pflegen die meisten Kosovaren einen weltlichen Lebensstil. Im Parlament in Pristina soll demnächst ein Gesetz verabschiedet werden, das die Teilnahme an Aufständen im Ausland unter eine Strafe von maximal 15 Jahren stellt. (Reuters, 11.8.2014)

http://derstandard.at/2000004214932/40-mutmassliche-Syrien-Kaempfer-im-Kosovo-festgenommen

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