Nigerianerinnen gegen Entsendung von Soldaten gegen Boko Haram! Der Krieg zwischen dem korrupten ölreichen Regime in Nigeria und den Islamisten von Boko Haram eskaliert weiter! Terror gegen Zivilisten wirft Amnesty beiden Seiten vor! Auch der Armee! Vor allem der Ölkonzern Shell gibt in Nigeria führend mit den Ton an! Über die englische Botschaft koordiniert regieren Ölkonzerne und Generäle das Land! Frauen und Kinder demonstrierten jetzt gegen den Einsatz ihrer Männer gegen Boko Haram, die vom Staat nur schlecht ausgerüstet werden!

Nigerianerinnen protestieren gegen Entsendung von Soldaten gegen Boko Haram

12. August 2014, 18:43

Ehefrauen in Maiduguri kritisieren mangelnde Ausrüstung

Maiduguri – Rund 300 Nigerianerinnen haben gegen die Entsendung ihrer Ehemänner in den Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram protestiert. Die Frauen demonstrierten am Dienstag den zweiten Tag in Folge vor einem Armeestützpunkt in Maiduguri, der Hauptstadt des nordöstlichen Bundesstaates Borno. Die Demonstrantinnen kritisierten die schlechte Ausrüstung der Soldaten und zündeten Autoreifen an.

Mit dabei waren etwa 500 Kinder. Die Soldaten sollen die Stadt Gwoza im Nordosten Nigerias von Islamisten zurückerobern, doch klagen sie über minderwertige Waffen und kaputte Fahrzeuge.

Dutzende Tote

Boko Haram hatte Gwoza vergangene Woche eingenommen und dabei dutzende Menschen getötet, hunderte weitere Einwohner flohen in die Berge. Nach der Ausrufung des Ausnahmezustands in Borno sowie den Bundesstaaten Yobe und Adamawa vergangenes Jahr verlegte Boko Haram seine Angriffe vornehmlich auf ländliche Gebiete. Aber auch tausende zusätzliche Soldaten konnten die Islamisten nicht stoppen. In diesem Jahr gab es fast täglich Attacken.

Die islamistische Sekte kämpft seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Staats im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 hat sie bei Anschlägen auf Polizei, Armee und Behörden, aber auch auf Schulen, Kirchen und Wohngebiete mehr als 10.000 Menschen getötet. International Schlagzeilen machte sie zudem mit der Entführung von 276 Mädchen aus einer Schule. Noch immer befinden sich mehr als 200 der Schülerinnen in der Gewalt von Boko Haram. (APA, 12.8.2014)

http://derstandard.at/2000004304689/Nigerianerinnen-protestieren-gegen-Entsendung-von-Soldaten-gegen-Boko-Haram

Kämpfe zwischen Nigerias Armee und Boko Haram fordern 100 zivile Todesopfer

12. August 2014, 10:56

Stadt im Norden des Landes soll aus Händen der Terrorgruppe befreit werden

Abuja – Bei schweren Kämpfen zwischen der nigerianischen Armee und Mitgliedern der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram sollen im Norden des Landes mehr als 100 Zivilisten ums Leben gekommen sein. Auch mehrere Soldaten seien getötet worden, als das Militär am Montag versucht habe, den Ort Gwoza aus den Händen der Extremisten zu befreien, sagte ein Sprecher der Streitkräfte am Dienstag.

Die strategisch wichtige Stadt liegt im nordöstlichen Bundesstaat Borno, einer Hochburg der Boko Haram. Die Gruppe hatte Gwoza in der vergangenen Woche gestürmt und eingenommen. Die Armee hatte seither schon mehrmals vergeblich versucht, den Ort zurückzuerobern.

Nachdem die Bodentruppen kaum eine Chance gegen die schwer bewaffneten Islamisten hatten, seien auch Luftangriffe gestartet worden. Dennoch sei es den Soldaten nicht gelungen, den Ort unter Kontrolle zu bringen. Wie viele Boko-Haram-Mitglieder ums Leben gekommen sind, war zunächst unklar.

Die Gruppe will im Norden Nigerias einen Gottesstaat einrichten und verübt seit 2009 immer wieder schwere Anschläge. Dabei sind schon Tausende Menschen ums Leben gekommen. (APA, 12.8.2014)

http://derstandard.at/2000004273702/Kaempfe-zwischen-Armee-und-Boko-Haram-fordern-100-zivile-Todesopfer

Amnesty: Nigerias Armee verübt außergerichtliche Hinrichtungen

5. August 2014, 10:52

Bericht über massive Menschenrechtsverstöße

Abuja – Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der nigerianischen Armee „massive Verletzungen der Menschenrechte“ im Kampf gegen die islamistische Gruppe Boko Haram im Nordosten des Landes vor. Videoaufnahmen, Bilder und Zeugenaussagen aus dem Bundesstaat Borno lieferten „neue Beweise für außergerichtliche Hinrichtungen und schwere Menschenrechtsverstöße“, erklärte Amnesty am Dienstag.

Dazu gehörten Bilder von Gefangenen, denen die Kehle durchgeschnitten werde und die dann in Massengräber geworfen würden. Bei den Tätern handle es sich offenbar um Mitglieder der Armee und mit ihr verbündeter Milizen.

Mehr als 600 außergerichtliche Hinrichtungen

Das nigerianische Verteidigungsministerium erklärte in einer ersten Reaktion, die Beschuldigungen würden „sehr ernst“ genommen. Das Oberkommando der Armee habe ein Team aus ranghohen Offizieren, Rechtsexperten und Gerichtsmedizinern zusammengestellt, um die Angaben zu überprüfen und die Verantwortlichen der Taten zu identifizieren.

Laut Amnesty wurden seit Jahresbeginn im Konflikt zwischen der Armee und Boko Haram („Westliche Erziehung ist Sünde“) mehr als 4.000 Menschen getötet. Dabei sei es auch zu mehr als 600 außergerichtliche Hinrichtungen gekommen.

Entführung von Schülerinnen

Die Extremisten sind für zahlreiche Anschläge auf Polizei, Armee und Behörden sowie Kirchen, Schulen und Wohngebiete verantwortlich. Tausende Menschen wurden dabei in den vergangenen Jahren getötet. International Schlagzeilen machte Boko Haram auch mit der Entführung von 276 Mädchen Mitte April aus einer Schule im Ort Chibok. Noch immer befinden sich mehr als 200 Schülerinnen in der Gewalt der Islamisten. (APA, 5.8.2014)

http://derstandard.at/2000003999416/Amnesty-Nigerias-Armee-veruebt-aussergerichtliche-Hinrichtungen

 

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