Der vom Westen vielumjubelte und vom Westen über Jahre erzwungene neue Staat Süd-Sudan versinkt im Bürgerkrieg! 1,5 Millionen sind auf der Flucht, Tausende tot! Einmal mehr zeigt sich, wie wir von Medien und Politik für egozentrische Rohstoffinteressen eingespannt werden! Der Westen machte über Jahrzehnte massiv Druck, dass der (rohstoffreiche) Südsudan unabhängig werden soll, so könnte der Krieg beendet werden. Schuld war der islamische Nordsudan, so wurde uns erklärt! Die komplexen Ursachen der Krise wurden verschwiegen, weil man glaubte durch den Regimewechsel schnell an die Rohstoffe zu kommen, so wie in Libyen, Irak, Syrien! Und in Sudan – wie überall sonst – ist für die Menschen der Länder nur Chaos und Tod herausgekommen! Engagieren wir uns als Bürger selbst und ringen wir um eine faire, an den Menschenrechten und nicht den Profitinteressen der Konzerne orientierten Außenpolitik! Da der Westen die stärksten militärischen Kräfte weltweit hat, sind die militärisch schwächeren Völker auf uns angewiesen, dass wir den Mißbrauch militärischer, wirtschaftlicher und politischer Gewalt nicht mehr zulassen! Überlegt mal, warum wir immer, wenn sich herausstellt, dass die westliche Politik im Sinne der Menschenrechte furchtbare Ergeb0enisse produziere, davon in deutschen Medien nicht hören, auf keinen Fall die Fragestellung, ob dieser Kurs auf militärische Interventionen nicht beendet werden muss.

UNO-Sicherheitsrat droht Konfliktparteien mit Sanktionen

9. August 2014, 11:01

Bild schließen

Tausende Menschen wurden getötet und mehr als 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt. Zudem leidet die Bevölkerung unter einer dramatischen Hungersnot.

Kämpfe trotz Friedensabkommen „nicht hinnehmbar“

New York/Juba – Der UNO-Sicherheitsrat will die Bürgerkriegsparteien im Südsudan mit Sanktionsdrohungen zur Einhaltung des vor drei Monaten geschlossenen Friedensabkommens drängen. Der Sicherheitsrat sei zu „gezielten Sanktionen“ gegen diejenigen bereit, die Frieden und Sicherheit untergraben“, erklärte das UNO-Gremium am späten Freitagabend (Ortszeit).

Es sei „nicht hinnehmbar“, dass Präsident Salva Kiir und der frühere Vize-Präsident Riek Machar trotz des Abkommens auf eine militärische Lösung setzten, hieß es weiter. In der kommenden Woche wollen Botschafter des UNO-Sicherheitsrates das nordostafrikanische Krisenland besuchen.

Einreiseverbote und Kontensperrungen

Die EU und die USA haben bereits Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen die militärischen Führer beider Konfliktparteien verhängt, zudem ist ein Waffenembargo der EU in Kraft. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte am Freitag ein internationales Waffenembargo, um die Gewalt im Südsudan einzudämmen.

Das Land ist seit drei Jahren unabhängig vom Sudan. Seit im vergangenen Dezember ein Machtkampf zwischen Präsidenten Kiir und seinem früheren Stellvertreter Machar eskalierte, versinkt der junge Staat im Bürgerkrieg. Tausende Menschen wurden getötet und mehr als 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt. Zudem leidet die Bevölkerung unter einer dramatischen Hungersnot. (APA, 09.08.2014)

http://derstandard.at/2000004172583/UNO-Sicherheitsrat-droht-Konfliktparteien-mit-Sanktionen

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Afrika, für faire Außenpolitik und Außenbeziehungen, Krieg und Kriegsverbrechen, regionale Konflikte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s