USA-Afrika-Gipfel: Das berichtete die Neue Züricher Zeitung!

Gipfeltreffen in Washington

Afrikas Potenzial im Schlaglicht

Beat Ammann, Washington Heute, 7. August 2014, 05:30
Aussenminister Kerry und Präsident Obama mit den Präsidenten von Mauretanien, Abdel Aziz und Moçambique, Guebuza.
Aussenminister Kerry und Präsident Obama mit den Präsidenten von Mauretanien, Abdel Aziz und Moçambique, Guebuza. (Bild: EPA)
Die Staats- und Regierungschefs fast aller Länder Afrikas haben sich in Washington mit Präsident Obama getroffen. Es ging dabei nicht um Entwicklungshilfe oder Menschenrechte, sondern um Investitionen, Handel und das dafür notwendige Umfeld.

Präsident Obama – Sohn eines Kenyaners und einer Amerikanerin – hat die Initiative ergriffen, um Afrika im Lichte von dessen Potenzial darzustellen, statt stets über hinlänglich bekannte Probleme zu reden. Es war daher eine besonders unglückliche Fügung, dass ausgerechnet dieser Tage der Ausbruch der Ebola-Krankheit in zwei kleinen westafrikanischen Ländern in die Schlagzeilen geriet. Das amerikanische Fernsehen hatte am Dienstag live gezeigt, wie ein Flugzeug mit einer an Ebola erkrankten Missionarin in den Vereinigten Staaten landete. Sie ist offenbar auf dem Weg der Besserung.

Informeller Rahmen

Zur gleichen Zeit hatten sich ein paar hundert Geschäftsleute, Politikerinnen und Politiker, Experten und Prominente zu einem amerikanisch-afrikanischen Business-Forum in Washington zusammengefunden. Unter ihnen befanden sich die Chefs grosser amerikanischer Firmen wie General Electric, Coca-Cola oder Walmart. Bill Clinton moderierte eine Diskussion, und Präsident Obama beehrte die Schlusssitzung mit seiner Anwesenheit. Zählt man die dieser Tage angekündigten privaten und staatlichen Investitionen, Kredite und Kreditgarantien zusammen, so kommt man laut offiziellen Angaben auf einen Gegenwert von 33 Milliarden Dollar.

Manche Länder Afrikas erzielen hohes Wirtschaftswachstum. Präsident Obama will mit seiner Initiative dokumentieren, dass die USA sich als beständige Partner sehen, um das enorme Potenzial künftiger Entwicklung zu gegenseitigem Nutzen zu fördern.

Die amerikanischen Gastgeber wählten für das Treffen der Staats- und Regierungschefs ein informelles Format. Es gab keine bilateralen Treffen mit Obama und keine der üblichen Eröffnungsreden aller Delegationen, in denen nichts mitgeteilt wird. Die Amerikaner verzichteten darauf, die Gäste öffentlich über Menschenrechte oder Demokratie zu belehren. Ebenso hoben sie hervor, dass sie Afrika nicht primär als Rohstofflager betrachten – wie die Chinesen, wäre mitzudenken. Präsident Obama sagte, die grösste Ressource Afrikas sei dessen Bevölkerung. All dies sollte die von den Gastgebern ausgegebene Losung bekräftigen, wonach es hier um eine Partnerschaft unter Gleichgestellten gehe, um eine Win-win-Situation, von der alle Beteiligten in gleichem Masse profitieren.

Geringes Handelsvolumen

Während Chinas Handel mit afrikanischen Ländern in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, ist jener Amerikas geschrumpft. Das hat allerdings primär damit zu tun, dass die USA dank wachsender einheimischer Energieproduktion viel weniger Öl importieren, als dies früher der Fall war. Nur rund ein Prozent aller amerikanischen Exporte gehen nach Afrika (nordafrikanische Länder ausgenommen). Davon entfällt der Löwenanteil auf nur drei Länder: Südafrika, Nigeria und Angola. Obama sagte, er wolle, dass Amerikaner mehr afrikanische Produkte kauften und Afrikaner mehr amerikanische.

Doch es ist auch Teil der Initiative Obamas, den innerafrikanischen Handel zu fördern. Abgesehen von der schlechten Infrastruktur erschweren institutionelle und regulatorische Hürden Austausch und Grenzverkehr. Die Amerikaner haben ein Programm entwickelt, das afrikanischen Ländern Hand zur Entwicklung ihrer Märkte und zur besseren Organisation von Grenz- und Zollbehörden bietet.

In hiesigen Augen hat Amerika besonders gute Voraussetzungen, um Afrika dabei zu unterstützen, das eigene Potenzial zu entwickeln. Weder ist es eine frühere Kolonialmacht, noch hat es eine merkantilistische Politik wie die Chinesen, deren Strategie auf die langfristige Versorgung mit Rohstoffen und auf Exportförderung ausgerichtet ist. Laut Präsident Obama ist Afrika zudem jene Weltregion, in der Amerika sehr populär ist. Ferner sind die Initiativen Obamas nicht auf das Aussen- oder das Handelsministerium beschränkt, sondern umfassen eine ganze Anzahl verschiedener Behörden und Agenturen.

Ein voller Tag dieser Afrika-Veranstaltung in Washington war für Fachkonferenzen reserviert. Zur Sprache kamen die Stärkung der Bürgergesellschaft, die Rolle der Frauen bei der Förderung von Frieden und Wohlstand, Investitionen ins Gesundheitswesen, die Umgestaltung der Landwirtschaft angesichts der Folgen des Klimawandels sowie der Kampf gegen Wilderei. Laut Angaben des State Department sind die USA als führende Macht in einer einzigartigen Position, diese diversen Stränge zusammenzuführen und in Wachstum umzusetzen, das nicht nur auf das Ökonomische beschränkt sei.

Einige Abwesende

Von den gut fünfzig teilnehmenden afrikanischen Ländern waren mehr als vierzig auf der Ebene von Staatschefs vertreten. Nicht eingeladen waren die Präsidenten des Sudans und Simbabwes, Bashir und Mugabe. Obamas Afrika-Gipfel dürfte den Zweck erreicht haben, den riesigen Kontinent als Verheissung darzustellen und nicht, wie sonst so oft, als einen hoffnungslosen Fall. Am Business-Forum kam zur Sprache, dass der von den Amerikanern angebotene Aufbau stärkerer Institutionen ganz vordergründig im Interesse der betroffenen Länder sei. Effizientere Steuerbehörden kämen Firmen – auch amerikanischen – schneller auf die Schliche, die versuchten, Steuern zu umgehen.

http://www.nzz.ch/international/afrika/afrikas-potenzial-im-schlaglicht-1.18357970

Gipfelpremiere in Washington

Aufholjagd in Afrika

Andreas Rüesch Heute, 7. August 2014, 07:39

Insofern war es eine bittere Ironie, dass vor und während des Gipfels in den westlichen Medien zu Afrika ein ganz anderes Thema dominierte, die verheerende Ebola-Epidemie in Ländern wie Liberia und Sierra Leone. Die Meldungen über das Wüten dieser Krankheit fügen sich in das Bild von einem Kontinent, der vor allem Katastrophen hervorbringt. Obama sah sich im Vorfeld gar gezwungen, der Öffentlichkeit zu versichern, man werde es zu verhindern wissen, dass das Ebola-Virus von Gipfelteilnehmern in die USA eingeschleppt werde.

Übertriebene Erwartungen

Schief ist jedoch auch das Bild, das vielerorts von der Afrikapolitik der Administration Obama gezeichnet wird. Amerika habe den Aufschwung des Schwarzen Kontinents verschlafen und versuche das nun mit der Einladung an fast fünfzig Staatschefs zu korrigieren. Zwar trifft es zu, dass Obama in seiner ersten Amtszeit dem Kontinent seiner Vorfahren väterlicherseits wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat. Er besuchte Schwarzafrika nur ein einziges Mal, für weniger als 24 Stunden, und lancierte keine wegweisende politische Initiative für die Region. Dies enttäuschte viele Afrikaner, die sich vom ersten schwarzen amerikanischen Präsidenten, dem Sohn eines Kenyaners, weit mehr erhofft hatten. Aber vergessen geht dabei, dass solche Erwartungen von vornherein übertrieben waren.

So schön sich die hohen Wachstumsraten einiger afrikanischer Länder auf dem Papier ausnehmen – wirtschaftlich hat der Kontinent für die USA nur marginale Bedeutung. Sein Anteil am Welthandel beträgt ganze drei Prozent, und von den amerikanischen Exporten geht sogar nur ein Prozent nach Afrika. Auch in politisch-strategischer Hinsicht spielt der Raum südlich der Sahara für Washington bestenfalls eine drittrangige Rolle. Für die USA ist es zwar wichtig, dass islamistische Kämpfer sich dort nicht ungehindert ausbreiten können und Bürgerkriege wie im Südsudan oder in der Zentralafrikanischen Republik nicht völlig ausser Kontrolle geraten.

Aber zentrale Interessen, die den Einsatz massiver militärischer und finanzieller Mittel erfordern könnten, stehen dort für Washington nicht auf dem Spiel. Obama hatte in seiner ersten Amtszeit auf Schauplätzen wie dem Irak, Afghanistan, Russland und China – ganz abgesehen von der Krise im eigenen Land – weit drängendere Probleme zu bewältigen, als dass er sich in Afrika hätte intensiv engagieren können. Mit einer langen Reise im vergangenen Jahr, der Lancierung neuer Hilfsprogramme und nun diesem Gipfeltreffen holt er in seiner zweiten Amtszeit Versäumtes nach.

Das Zusammentrommeln der afrikanischen Staatschefs ist keine amerikanische Erfindung – die Franzosen halten solche Grossveranstaltungen seit 1973 ab, die EU und China seit 2000. Dass die Amerikaner nun mit grossem zeitlichem Abstand auf dasselbe Vehikel setzen, heisst jedoch nicht, dass sie gegenüber den anderen Mächten hoffnungslos in Rückstand geraten wären. Überhaupt wirkt die Vorstellung, dass sich Afrika einflussmässig wie ein Kuchen aufteilen lässt und der Schnellste sich das grösste Stück sichert, reichlich antiquiert. Sie erinnert an den fatalen Wettlauf in der Kolonialzeit, der als «Scramble for Africa» in die Geschichte eingegangen ist. Die Afrikapolitik der Chinesen, Europäer und Amerikaner gleicht nicht einfach einem Nullsummenspiel, in dem die Vorstösse des einen die Niederlage des anderen sind. Sicherheitspolitisch arbeiten Europa und Amerika in Afrika Hand in Hand, wie etwa die Interventionen in Libyen und in Mali gezeigt haben, und selbst mit China gibt es durchaus Komplementäres. Wenn Peking in Afrika derzeit viel in Strassen investiert, so können davon auch westliche Geschäftsleute profitieren.

Unterschied zu China

Was China aber zweifellos nicht nach Afrika bringen wird, ist das Verständnis für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit als Voraussetzungen einer nachhaltigen Entwicklung. Ob seine Partner in der Region zynische Wahlfälscher sind oder die Menschenrechte mit Füssen treten, kümmert Peking nicht. Eine solche Haltung ist den autoritären Regierungen Afrikas natürlich hochwillkommen, darf im Wettlauf nach Afrika aber kein Vorbild für andere sein. Indem Obama in Washington eine Reihe von Staatschefs willkommen geheissen hat, die alles andere als lupenreine Demokraten sind, begibt er sich auf eine heikle Gratwanderung. Aber es ist ihm zugutezuhalten, dass er am Gipfel die Probleme der fehlenden Demokratie und der Korruption nicht einfach unter den Teppich gewischt hat.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/aufholjagd-in-afrika-1.18358035

Amerika und Afrika

Unausgeschöpftes Potenzial an Wirtschaftsbeziehungen

Markus M. Haefliger, Nairobi Heute, 7. August 2014, 10:00
Laut einem Bericht des Rechnungshofs des amerikanischen Kongresses machten im Jahr 2011 Rohöl und Mineralien zusammen 90 Prozent der afrikanischen Ausfuhren nach Amerika aus (Aufnahme: Akon Oil, Port Harcourt, Nigeria).
Laut einem Bericht des Rechnungshofs des amerikanischen Kongresses machten im Jahr 2011 Rohöl und Mineralien zusammen 90 Prozent der afrikanischen Ausfuhren nach Amerika aus (Aufnahme: Akon Oil, Port Harcourt, Nigeria). (Bild: Keystone / EPA)
Amerika bleibt auch wirtschaftlich ein wichtiger Akteur auf dem afrikanischen Kontinent. Das Potenzial wird allerdings nur ungenügend ausgeschöpft.

Das amerikanisch-afrikanische Gipfeltreffen ist von Kommentatoren in Afrika als Signal aufgefasst worden, dass Amerika nun ernsthaft die Konkurrenz mit China aufnehmen und etwas vom Rückstand aufholen will, den es sich im Vergleich mit China eingehandelt hat. China überholte Amerika 2009 als wichtigster Handelspartner des Kontinents. Mit 210 Milliarden Dollar im letzten Jahr liegt der Austausch Afrikas mit China derzeit zweieinhalb Mal über demjenigen mit Amerika.

Bluejeans für die USA

Laut einem Bericht des Rechnungshofs des amerikanischen Kongresses machten im Jahr 2011 Rohöl und Mineralien zusammen 90 Prozent der afrikanischen Ausfuhren nach Amerika aus. Als entwicklungspolitische Massnahme beschloss der Kongress schon 2000 die African Growth and Opportunity Act (Agoa). Das Gesetz, das afrikanische Exporteure unter gewissen Bedingungen von Importzöllen befreit, kommt insbesondere der Textil- und Bekleidungsindustrie zugute. Angesichts der Konkurrenz durch chinesische Billigware konnte sich der Sektor vielerorts nur dank Agoa halten, oder es entstanden neue Produktionsstandorte.

In Kenya schufen die Handelserleichterungen laut der amerikanischen Botschaft rund 30 000 Arbeitsstellen. Kenyas Exporte nach Amerika wuchsen innert zehn Jahren von 200 Millionen Dollar pro Jahr auf über 450 Millionen; dabei machen Textilien über 80 Prozent aus. 2006 wurden die Bestimmungen ausgeweitet, so dass Handelserleichterungen im Bekleidungssektor nun auch gewährt werden, wenn Textilrohstoffe aus Drittländern importiert werden. In Ländern wie Kenya, Lesotho und Mauritius nutzen koreanische und chinesische Investoren die Präferenzen, um etwa Bluejeans für den amerikanischen Markt zu produzieren.

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht führten die Handelserleichterungen aber nur bedingt zur erhofften Diversifizierung. In den wichtigsten Sektoren, Rohöl, Automobile und Textilien, teilen sich je ein bis drei Länder jeweils über 90 Prozent der Ausfuhren (Autos kommen ausschliesslich aus Südafrika). Amerikanische Investoren reagierten bisher kaum auf die geschaffenen Anreize. Laut der OECD machten amerikanische Direktinvestitionen in Schwarzafrika 2012 rund 1,3 Milliarden Dollar aus, weniger als 1 Prozent der weltweiten Investitionen.

Präsident Obama ermuntert amerikanische Investoren, vermehrt auf Afrika zu setzen. Damit die Botschaft über Obamas eigenen Plan zur ElektrifizierungAfrikas hinaus ankommt, müssten afrikanische Regierungen ihre Hausaufgaben machen. Investoren kritisieren etwa Handelshemmnisse in Afrika, die dazu führen, dass der regionale Binnenhandel bloss 15 Prozent des Handelsvolumens ausmacht (in der EU liegt der entsprechende Anteil bei 70 Prozent). «Man kann hier Autos montieren», sagt ein Wirtschaftsfachmann mit Bezug auf Nairobi, «aber als Handelsdrehscheibe für die Region taugt Kenya nicht.»

Frustrierte Investoren

Andere Sorgen betreffen die Korruption und die in Kenya und anderswo zunehmend restriktiv gewährten Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen für ausländisches Führungspersonal. Davon sind etwa die über 80 jungen amerikanischen Kleinunternehmer betroffen, die in Nairobi innovative Lösungen für die Abfall-, Komunikations- und Transportprobleme einer afrikanischen Grossstadt entwickeln. Wie viele der Vorhaben ihr Potenzial umsetzen, wird sich weisen müssen. Im Unterschied zu chinesischen Investoren schrecken Unsicherheiten viele Amerikaner (und Europäer) ab. Wie der amerikanische Autor Howard French schreibt, sehen Chinesen in Afrika ein Eldorado der unbegrenzten Möglichkeiten, Amerikaner dagegen eine Ansammlung von nicht oder schlecht regierten Räumen.

 

http://www.nzz.ch/international/amerika/unausgeschoepftes-potenzial-an-wirtschaftsbeziehungen-1.18357955

Power-Africa-Initiative

Obama kündigt Milliardeninvestitionen in Afrika an

Gestern, 6. August 2014, 07:00
US-Präsident Obama bei seiner Rede vor afrikanischen Staatschefs am Wirtschaftsforum im Weissen Haus.
US-Präsident Obama bei seiner Rede vor afrikanischen Staatschefs am Wirtschaftsforum im Weissen Haus.(Bild: Keystone)

(ap) Die USA wollen im internationalen Wettrennen um den Boom in Afrika aufholen und mehr Geld in den Kontinent investieren. Rund 33 Milliarden Dollar würden amerikanische Konzerne in den nächsten Jahren investieren, kündigte Präsident Barack Obama am Dienstag auf einem Wirtschaftsforum in Washington an. Zuvor unterzeichnete er eine Verfügung, welche die Schaffung eines Beraterstabs mit Vertretern der Privatwirtschaft vorsieht. Er soll das Weisse Haus mit Strategien für bessere Handelsbeziehungen zu Afrika versorgen.

Auf dem Kontinent sind laut Experten sechs der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt zu Hause, in etlichen Ländern gibt es eine rapide wachsende Mittelschicht mit wachsender Kaufkraft. Doch sei das US-Handelsvolumens mit dem ganzen Kontinent in etwa so gross wie jenes mit Brasilien, sagte Obama. Lediglich rund ein Prozent der amerikanischen Exporte landeten in Afrika südlich der Sahra. «Wir müssen besser werden, viel besser», erklärte er. «Ich will, dass Afrikaner mehr amerikanische Produkte kaufen und Amerikaner mehr afrikanische Produkte kaufen.»

Neben den USA haben jedoch längst andere Akteure auf der Weltbühne das ökonomische Potenzial Afrikas erkannt, allen voran Europa, Indien und China. Vor allem die Volksrepublik hungert nach den reichen Öl- und Gasvorkommen des Kontinents und investiert dort in den Bau der für deren Export nötigen Strassen, Brücken und Häfen.

Obama schien vor diesem Hintergrund bemüht, den afrikanischen Staaten die USA als besseren Handelspartner als China schmackhaft zum machen. «Wir blicken nicht nur wegen den Rohstoffen auf Afrika. Wir erkennen Afrika wegen seiner grössten Ressource an – seinen Menschen, seinen Talenten und seinem Potenzial», erklärte er.

Das Wirtschaftsforum war Teil eines bisher einzigarten Gipfels in Washington, an dem fast 50 afrikanische Staatschefs teilnahmen. Auch rund 100 US-Konzerne waren am Dienstag vertreten. Von Unternehmen soll denn auch knapp die Hälfte der geplanten Investitionsgelder – rund 14 Milliarden Dollar – fliessen.

So hat Coca-Cola fünf Milliarden Dollar für Produktionsanlagen und Ausrüstung in Aussicht gestellt, zwei Milliarden Dollar sollen bis 2018 von General Electrics kommen. IBM will der ghanaischen Fidelity Bank 66 Millionen Dollar für die Ausweitung von Technologiediensten bereitstellen.

Weitere zwölf Milliarden Dollar sollen nach dem Willen Obamas vom privaten Sektor, der Weltbank und der schwedischen Regierung in seine sogenannte Power-Africa-Initiative fliessen. Das Programm hatte er im vergangenen Sommer mit dem Ziel aus der Taufe gehoben, mindestens 20 Millionen Haushalte auf dem Kontinent mit Strom zu versorgen. Neue Zielmarke sei mit der Geldspritze nun 60 Millionen Haushalte und Unternehmen, erklärte Obama.

http://www.nzz.ch/international/obama-kuendigt-milliardeninvestitionen-in-afrika-an-1.18357465

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