100.000 Christen auf der Flucht vor IS-Jihadisten – Wann fordern wir von der Politik zu untersuchen, ob westliche Staaten und die mit ihnen verbündeten arabischen Länder und die Türkei die IS (ISIS) unterstützen? Wann fordern wir, das einzustellen? Wann verlangen wir von der Politik eine Bilanz, was herausgekommen ist von der Destabilisierung der Region durch Förderung des Krieges gegen Assad und den Irakkrieg? Wir sehen, dass es für die Menschen dort immer schlimmer wird, aber wir schweigen und zeigen uns unfähig zur Aktion! Wozu haben wir die Demokratie, wenn nicht Dinge in die Hand zu nehmen? Informieren wir uns, machen wir uns stark und suchen wir die Auseinandersetzung mit den Strömungen, die diese Politik zu verantworten haben! Wo sind die Kirchen, wo der Zusammenschluss derer, die für religiöse Freiheit eintreten und für Menschenrechte? Seit einem Jahr sind über 50 Frauen verschleppt – sind das nicht genauso wichtige Menschen wie die entführten Nigerianerinnen, die Boko Haram entführt hat? Überlegt mal, warum das eine Mal da so darüber berichtet wird, dass man meint es müsse etwas getan werden, das andere Mal nicht? Meine Interpretation: Gegen die Islamisten in Nah-Ost will man nicht eingreifen, sie schwächen Assad, die Nationen, berohen Iran und da wird das Leid der Frauen übergangen! In Nigeria war das ein guter Grund, US-Truppen in das ölreichen Land zu bringen, die sind jetzt dort! Darum geht es den Medien, die Menschen scheinbar für Menschenrechte mobilisieren, tatsächlich für die strategischen Interessen der Eliten!

100.000 Christen auf der Flucht vor IS-Jihadisten

Kurdische Peschmerga-Truppen versuchen den IS in Schach zu halten.

7. August 2014, 13:03

IS nimmt mehrere Städte ein und verübt Anschlag auf syrische Militärbasis: 38 Todesopfer

Kirkuk – Jihadisten haben laut Augenzeugen die größte christliche Stadt, Karakosh, im Irak übernommen. Kurdische Truppen hätten sich in der Nacht aus dem nördlichen Karakosh und umliegenden Gegenden zurückgezogen, sagten Bewohner auf der Flucht sowie christliche Geistliche am Donnerstag. Die Gebiete stünden nun unter der Kontrolle der militanten Kämpfer der Gruppe „Islamischer Staat“ (IS, vormals ISIS/ISIL). Auch Machmur, Al Kwair und die überwiegend von Christen bewohnte Stadt Tilkaif sollen nun unter der Kontrolle der IS stehen.

Nach Angaben des obersten geistlichen Führers der christlichen Minderheit sind deshalb derzeit 100.000 Christen auf der Flucht vor den vorrückenden Jihadisten. Die Kämpfer der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS, vormals ISIS/ISIL) hätten Kirchen besetzt, Kreuze abgenommen und religiöse Schriften verbrannt, sagte der christlich-chaldäische Patriarch Louis Sako am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Viele der Vertriebenen seien zu Fuß und ohne jede Habe in die Kurdenregion im Norden des Landes geflohen. Es handle sich um eine „humanitäre Katastrophe“, so Sako. Insgesamt sind laut UN-Angaben in den vergangenen Tagen fast 200.000 Menschen geflohen. Es handle sich um eine „Tragödie immensen Ausmaßes“, sagte ein Sprecher der UN-Koordinationsstelle für humanitäre Einsätze am Donnerstag.

Jesiden erleiden Hungertod

Nach wie vor halten sich rund 50.000 Mitglieder der Glaubensgemeinschaft der Jesiden im Gebirgszug Sinjar versteckt, so der Vertreter der kurdischen Peshmerga-Kämpfer, Jabbar Yawar. Ihnen drohe der Hungertod, sollten sie nicht binnen 24 Stunden gerettet werden. Die IS-Kämpfer halten Jesiden für Teufelsanbeter, weswegen sie in Lebensgefahr schweben, sollten sie in die Hände der Rebellen fallen.

Derzeit stehen die Kämpfer rund 100 Kilometer vor Bagdad und drohen, auch die Hauptstadt des Iraks einzunehmen. Der Islamische Staat hat ein Kalifat in Teilen des Iraks und Syriens ausgerufen.

View IS nimmt neue Städte ein in a larger map

Anschlag der IS in Syrien

Bei einem Angriff der IS auf eine syrische Militärbasis in Raqqa sind am Donnerstag mindestens 38 Menschen getötet worden. Bei 27 der Opfer habe es sich um Soldaten gehandelt, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zudem seien 11 Jihadisten bei den Kämpfen ums Leben gekommen.

Drei von ihnen hätten sich direkt am Eingang der Militärbasis in die Luft gesprengt. Die IS-Kämpfer würden gegenwärtig „große Teile des Stützpunkts“ kontrollieren.

Die Basis der Brigade 93 war eine der letzten noch vom syrischen Militär gehaltenen Gebiete in der Provinz Raqqa. Auch der Militärflughafen Tabaqa ist noch unter Kontrolle des syrischen Regimes. Die Provinzhauptstadt sowie einen Großteil des übrigen Territoriums der Provinz konnten die Jihadisten bereits erobern. (APA, 7.8.2014)

http://derstandard.at/2000004086491/Jihadisten-haben-groesste-christliche-Stadt-im-Irak-eingenommen

Kriegsverbrechen-Vorwürfe gegen syrische Rebellen

6. August 2014, 13:08

Aufständische halten seit einem Jahr 54 Frauen und Kinder gefangen

Beirut – Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Freilassung von 54 Frauen und Kindern aus der Gewalt syrischer Aufständischer gefordert. Die Zivilisten seien vor einem Jahr bei einem Angriff von Rebellen in der syrischen Küstenprovinz Latakia als Geiseln genommen worden, teilte die in New York ansässige Organisation mit. Die Geiselnahme könne als Kriegsverbrechen gewertet werden.

Die 54 Geiseln, unter ihnen 34 Kinder, würden offenbar weiterhin festgehalten, um die Regierung in Damaskus zwingen zu können, sie gegen gefangene Rebellen auszutauschen, so HR am Mittwoch. Zivilisten dürften jedoch nicht als „Faustpfand“ missbraucht werden. Sie müssten „sofort freigelassen“ werden. Wer die Geiselnehmer seien, stehe nicht fest. An der Offensive in Latakia im August 2013 hätten 20 unterschiedliche Rebellengruppen teilgenommen.

Die in Großbritannien ansässige oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechtemeldete unterdessen mindestens 16 Tote, darunter zwei Kinder, bei einem Angriff bewaffneter Islamisten auf die syrische Hauptstadt Damaskus am Mittwoch. Die Totenzahl könne sich noch erhöhen. Fast 80 Menschen seien verletzt worden, einige davon schwer. (APA, 6.8.2014)

http://derstandard.at/2000004055744/Kriegsverbrechen-Vorwuerfe-gegen-syrische-Rebellen

 

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