Bremer Bürgerschaftsabgeordneter fordert unmittelbares Eingreifen, um den Völkermord zu stoppen! Die Menschen sind auf der Flucht, viele sind in die Berge geflüchtet. Momentan ist es dort sehr heiß, um die 40 Grad, viele Kinder sind verdurstet. Es ist die Rede von über 80 Kindern, die verdurstet sind. Diese unmenschlichen Terroristen des Islamischen Staates (IS) sehen die Yeziden als Teufelsanbeter, als Ungläubige. Obwohl diese Religion seit über 4.000 Jahren besteht. Je mehr Menschen sie umbringen oder zwangsislamisieren, desto eher werden sie, aus ihrer Sicht, ins Paradies kommen. Man muss fragen, wie sich der IS (Islamischer Staat) entwickelt hat. Am Anfang in Syrien ist den Terroristen die Tür aufgemacht worden. Saudi-Arabien und Katar hat sie mit Waffen beliefert. Und wer hat Saudi-Arabien und Katar Waffen verkauft? Europa und auch Deutschland. Der westliche Teil dieser Welt hat auch einen großen Anteil und müsste jetzt sofort reagieren. Und vor allem müssten sie dafür sorgen, dass die Menschen, die in die Berge geflüchtet sind, sofort humanitäre Unterstützung bekommen. Es droht eine riesige Katastrophe. Er steht in Kontakt mit den Verfolgten in Nordirak: Die Waffen mit den IS jetzt die Menschen im Irak töten, kommen aus dem Westen! EWD (WL): Er fordert den Westen auf, es sollte aber die UNO machen – und der Westen sollte das aufgrund seiner Verantwortung finanzieren!

Terror im Irak

„Der Westen muss reagieren“

Bremer Yezide berichtet von Verfolgung und Tötung der Yeziden

Der Bürgerkrieg im Irak wird immer brutaler. Nun vertreiben oder töten die Extremisten des Islamischen Staates die kurdischen Yeziden. Cindi Tuncel ist yezidischer Abgeordneter in der Bremischen Bürgerschaft. Im Nordwestradio spricht er über die Verfolgung und Tötung der Yeziden im Irak.

Cindi Tuncel [Quelle: Die Linke]

Quelle: Die Linke

Cindi Tuncel, Abgeordneter in der Bremischen Bürgerschaft für Die Linke

Radio Bremen: Sie haben gerade in der Bremischen Bürgerschaft berichtet, dass am vergangenen Wochenende 250 Yeziden im Irak getötet worden sind. Woher haben Sie die Informationen?

Cindi Tuncel: Ich selber bin Yezide und habe viel mit Menschen aus Shingal telefoniert und es ist mir berichtet worden. Leider ist die Zahl noch höher. Was da gerade passiert, ist unglaublich. Die Menschen sind auf der Flucht, viele sind in die Berge geflüchtet. Momentan ist es dort sehr heiß, um die 40 Grad, viele Kinder sind verdurstet. Es ist die Rede von über 80 Kindern, die verdurstet sind.

Radio Bremen: Weshalb ist denn der Hass auf die Yeziden so groß?

Cindi Tuncel: Diese unmenschlichen Terroristen des Islamischen Staates (IS) sehen die Yeziden als Teufelsanbeter, als Ungläubige. Obwohl diese Religion seit über 4.000 Jahren besteht. Je mehr Menschen sie umbringen oder zwangsislamisieren, desto eher werden sie, aus ihrer Sicht, ins Paradies kommen.

Radio Bremen: Ist es mittlerweile im gesamten Irak lebensgefährlich für religiöse Minderheiten?

Cindi Tuncel: Auf jeden Fall. Es hat ja in Mossul angefangen. Da mussten die Christen flüchten, auch jüdische Mitmenschen sind verfolgt worden. Bis vor kurzem war es so, dass die kurdischen Peshmerga Shingal, das Hauptsiedlungsgebiet der Yeziden, geschützt haben. Als sie sich zurückziehen mussten, sind die Terroristen dort einmarschiert und brutal vorgegangen. Die, die es schaffen, flüchten. Die, die es nicht schaffen, werden entweder zwangsislamisiert oder umgebracht. Ich habe in den letzten Tagen Telefonate geführt und man hat mir gesagt, dass 90 junge Yeziden getötet wurden, weil sie sich geweigert haben zum Islam überzutreten.

Radio Bremen: Wer könnte denn den Minderheiten im Irak helfen?

Cindi Tuncel: Man muss fragen, wie sich der IS (Islamischer Staat) entwickelt hat. Am Anfang in Syrien ist den Terroristen die Tür aufgemacht worden. Saudi-Arabien und Katar hat sie mit Waffen beliefert. Und wer hat Saudi-Arabien und Katar Waffen verkauft? Europa und auch Deutschland. Der westliche Teil dieser Welt hat auch einen großen Anteil und müsste jetzt sofort reagieren. Und vor allem müssten sie dafür sorgen, dass die Menschen, die in die Berge geflüchtet sind, sofort humanitäre Unterstützung bekommen. Es droht eine riesige Katastrophe. Es findet ein Völkermord statt und die Menschen werden da alleine gelassen. Der Westen muss da sofort reagieren.

Das Gespräch mit Cindi Tuncel zum Anhören, [4:38]

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/yeziden100.html

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