Verteidigungsministerium Russlands zum Absturz des malaysischen Flugzeugs in der Ukraine: Am. 18 Juli 2014 präsentierte das Verteidigungsministerium Russlands im Interview für die Presse 10 Fragen an die Regierung der Ukraine, die aus unserer Sicht eine objektive Vorstellung über die Katastrophe am Himmel über der Ukraine bilden könnten. Von größtem Interesse ist die Information über die Flüge der Luftstreitkräfte der Ukraine im Bereich der internationalen Flugstrecke sowie die Aktivitäten der ukrainischen Luftabwehr an diesem Tag. Wir erhielten keine Antworten auf diese Fragen seitens der ukrainischen zuständigen Behörden. Die Vertreter der USA, die mehrmals über das Vorhandensein eindeutiger Beweise gesprochen hatten, die die Beteiligung der Aufständischen in der Ostukraine an der Tragödie bestätigen sollen, machten am 23. Juli einen Rückschritt und teilten über das Fehlen konkreter Angaben mit, die die vorher gemachten Erklärungen bestätigen könnten.

Verteidigungsministerium Russlands zum Absturz des malaysischen Flugzeugs in der Ukraine


Inoffizielle Übersetzung

Information des Verteidigungsministeriums Russlands

Die Regierung der Ukraine realisiert hartnäckig die aktive Phase der sogenannten „Anti-Terror-Operation“ in Donbass. Die Gruppierung der Streitkräfte und der Nationalgarde in der Region wird verstärkt, deren Ausrüstung mit schweren Waffen und Militärtechnik wird fortgesetzt.

Zu einer der Folgen von Kriegsbemühungen Kiews wurde die Katastrophe des malaysischen Flugzeugs Boeing-777 am Himmel über dem Südosten der Ukraine. Kiew nutzte die Tragik der Situation aus, in der viele Menschen sterben mussten, wartete auf die Ergebnisse der objektiven Untersuchung nicht und erklärte seine Opponenten dieser Tragödie für schuldig.

Zugleich zeigen die offiziellen Vertreter Kiews keine Bereitschaft, zu einer objektiven Untersuchung aller Umstände beizutragen, die zum Tod der Menschen geführt haben. Die Argumente beziehen sich auf Publikationen mit gefälschten Tonaufnahmen, die mit der technischen Expertise aller Umstände des Fluges MH-17 über der Ukraine nichts zu tun haben.

Am. 18 Juli 2014 präsentierte das Verteidigungsministerium Russlands im Interview für die Presse 10 Fragen an die Regierung der Ukraine, die aus unserer Sicht eine objektive Vorstellung über die Katastrophe am Himmel über der Ukraine bilden könnten. Von größtem Interesse ist die Information über die Flüge der Luftstreitkräfte der Ukraine im Bereich der internationalen Flugstrecke sowie die Aktivitäten der ukrainischen Luftabwehr an diesem Tag. Wir erhielten keine Antworten auf diese Fragen seitens der ukrainischen zuständigen Behörden.

Am 21. Juli 2014 veröffentlichten Vertreter des Generalstabs der Streitkräfte Russlands einen Teil der Information, die uns zur Verfügung steht. Es wurden unter anderem Satellitenaufnahmen der Absturzstelle zur Analyse durch Experten sowie objektive Angaben der Flugzeugkontrolle präsentiert. Kiew ignorierte wieder unsere Bemühungen zur objektiven Untersuchung der Situation mit dem Flugzeugabsturz.

Die Vertreter der USA, die mehrmals über das Vorhandensein eindeutiger Beweise gesprochen hatten, die die Beteiligung der Aufständischen in der Ostukraine an der Tragödie bestätigen sollen, machten am 23. Juli einen Rückschritt und teilten über das Fehlen konkreter Angaben mit, die die vorher gemachten Erklärungen bestätigen könnten.

Die Experten des Verteidigungsministeriums setzten die Analyse von objektiven Informationen über die Umstände der Tragödie fort.

In der ersten Hälfte Juni 2014 wurden angeblich zur Abwehr von möglichen Bombenangriffen seitens der russischen Luftstreitkräfte zur Verstärkung der existierenden Gruppierung der ukrainischen Luftabwehr zusätzliche Einheiten entsandt, die mit Flugabwehrraketensystemen vom Typ Buk M1 ausgerüstet waren.

Die genannten Systeme wurden an entfaltete ortsfeste Einheiten der Luftabwehr geliefert (Awdejewka, Region Donezk; Isjum, Region Charkiw). Die Satellitenaufnahmen, die die Stationierung der Flugabwehrkräfte der Ukraine in der Konfliktregion bestätigen, wurden beim Briefing des Leiters der Hauptführungsstelle des Generalstabs, Generalleutnant Kartapolow, vom 21 Juli 2014 angeführt und sind auf der offiziellen Seite des Verteidigungsministeriums Russlands abrufbar.

Die ukrainischen Luftabwehrkräfte wurden teilweise nach deren Wiederherstellung in der Reparaturwerkstatt in Chmelnitskij an die Streitkräfte übergeben.

Dabei wurden die Reparaturarbeiten zum ersten Mal ohne Aufsicht des Herstellers seitens des russischen Unternehmens durchgeführt, das die genannte Militärtechnik entwickelt hatte. Es gibt Hinweise auf die Nutzung einer nicht zertifizierten Bauelementebasis durch die ukrainische Seite, was die taktisch-technischen Daten der Technik wesentlich beeinflusst hat.

Eine selbständige Buk-M1-Batterie wurde außerhalb der existierenden ortsfesten Positionen stationiert (im Bereich der Siedlung Saroschtschinskoje, 8 km südlich von Schachtersk). Mithilfe von Beobachtungssatelliten wurden Bewegungen von Militärtechnik dieser Abteilung im Bereich des zukünftigen Absturzes des Flugzeugs Boeing-777 auf dem von den Regierungstruppen kontrollierten Territorium festgestellt.

Die Flugabwehrsysteme wurden mit aus der Reserve einberufenen Fachleuten besetzt. Die Einübung der Bedienungsmannschaft, die Einstellung der Systeme in dem von den Betriebsregeln vorgesehenen Normalbetrieb wurde nicht durchgeführt. Die Gründe dafür sind das Nichtvorhandensein von Luftabwehrschießplätzen in der Ukraine und die Fortsetzung aktiver Kampfhandlungen in der Region.

Die Aufständischen der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk sind mit den Buk-M1-Systemen nicht ausgerüstet. Der Generalstaatsanwalt der Ukraine Witalij Jarema sagte am 17. Juli 2014, dass die Aufständischen keine ukrainische Militärtechnik mit großer Reichweite erbeutet haben.

Neben der Verstärkung der landgestützten Luftabwehrgruppierung wurden die Flugzeuge Su-25 zur Feuerunterstützung ukrainischer Streitkräfte mit Luft-Luft-Raketen P-60 ausgerüstet (Reichweite bis 12 km, Infrarot-Zielsuchkopf).

Die Boeing-777 der malaysischen Airlines flog innerhalb des erlaubten internationalen Korridors. Die ukrainischen Behörden haben ungeachtet der Sicherheitsanforderungen den Flugraum über dem Donbass, in der Kampfzone, nicht geschlossen.

Der Flug der Boeing-777 wurde von einem Dispatcher des Flugsicherungsdienstes in Dnipropetrowsk kontrolliert. Russische Flugzeugkontrollmittel fixierten eine Abweichung der Flugbahn von MH-17 von dem bestimmten Korridor in der nördlichen Richtung um 14 km auf der für diese Zone minimalen Höhe (10100 Meter). Ein solches Manöver konnte nur auf Anweisung eines Dispatchers des Flugsicherungsdienstes ausgeführt werden. Die Information über die Gründe für derartige Handlungen der ukrainischen Dispatcher ist nicht vorhanden.

Nach Angaben der Flugverkehrkontrolle wurden am 17. Juli 2014 im Laufe des ganzen Tages im Bereich des Flugwegs MH-17 Aktivitäten der ukrainischen Luftstreitkräfte registriert. Die Flüge verliefen auf beträchtlichen Höhen, um das Risiko eines Abschusses der Flugzeuge vom Boden mit einer Fliegerfaust zu minimieren. Die ukrainische Seite stellte keine Informationen über den Flugverkehr der Luftstreitkräfte in der Region zur Verfügung. Offizielle Vertreter der Ukraine behaupten, es gäbe keine Lufttätigkeit der ukrainischen Luftstreitkräfte in dieser Region, was den Angaben der objektiven Kontrolle des Flugverkehrs widerspricht.

Das Buk-M1-System kommt gegen Luftziele bis zu einer Höhe von 25 km zum Einsatz und hat eine Reichweite von bis zu 35 km. Dabei stellt ein ziviles Flugzeug ein «einfaches» Ziel dar. Es fliegt mit einer konstanten Geschwindigkeit und manövriert nicht. Die Flughöhe (10 KM) ist optimal für Luftabwehrsysteme von diesem Typ. Das Flugzeug lässt sich mit seiner Größe durch Radarsysteme aufsuchen und aus einer maximalen Entfernung begleiten.

Ein kampffähiges Luftabwehrsystem besteht aus minimal 4 Einheiten: einer Luftraumüberwachungsstation, einer Steuerungseinheit, einer Abschussrampe mit Raketen und einer Ladeeinheit. Es ist unmöglich, ein Ziel ohne Angaben der Luftraumüberwachung zu beschießen. Nach den existierenden Regeln dauert die Ausbildung der Bedienungsmannschaft von 6 Monaten für die Besatzung bis zu 3 Jahren für das Führungspersonal.

Die Analyse von Informationen über die Diposition der ukrainischen Buk-M1-Batterien und Radarsysteme, die den Abschuss von Raketen gewährleisten, gibt alle Gründe zu behaupten, dass die Flugstrecke der Boeing-777 sich innerhalb der potenziellen Wirkungszone jeder der in der Region stationierten ukrainischen Luftabwehr-Batterien (z.B. Awdejewka, Isjum, Saroschtschinskoe u.a.) befand.

Am 17. Juli 2014 passiertem mehrere zivile Flugzeuge die Flugüberwachungszone der ukrainischen Luftabwehr. Jedes davon konnte von den Bedienungsmannschaften der Buk-M1-Systeme zur Einstellung und Herstellung der Gefechtsbereitschaft der ukrainischen Luftabwehrsysteme genutzt werden. Die Bordmannschaften der Großraumflugzeuge haben keine Ausrüstung zur Registrierung von Luftabwehraktivitäten. Ein intensiver Funkbetrieb zwischen der Radarstation «Kupol», die zum Bestand des Buk-M1-Komlexes gehört, wurde in diesem Gebiet am Tag der Katastrophe dokumentiert, was die Durchführung einer Gefechtsübung der ukrainischen Luftabwehr bezeugt.

Zur Einstellung der Luftabwehr-Komplexe konnte auch ein manövrierendes Flugzeug der ukrainischen Luftstreitkräfte SU-25 genutzt werden, das sich gleichzeitig mit MH-17 in der Wirkungszone der Luftabwehr befand. In der Regel wird ein Luftabwehr-Komplex im Passivbetrieb eingestellt, d.h. die Lenkung und der Abschuss von Raketen werden im Computersimulationsmodus durchgeführt.

Die Bedienungsmannschaft eines Luftabwehrsystems kann den Komplex jederzeit vom Übungsbetrieb in den Gefechtsmodus umschalten. Die niedrige Qualifikation des Bedienungspersonals konnte zur Situation führen, in der das System vom Übungs- in den Gefechtsmodus umgeschaltet wurde. Solch eine Situation könnte zu einem unbefugten Raketenabschuss führen. Die Rakete würde in diesem Fall mit einer Wahrscheinlichkeit von praktisch 100 Prozent das Flugzeug treffen.

Die vorläufige Analyse der Bilder von einzelnen Teilen des Flugzeugrumpfes der Boeing-777 (des Heckteils) stellte Durchschläge durch Schrapnellelemente fest, die nach dem Absprengen des Kopfteils der Buk-M1-Rakete entstehen konnten. Allerdings ist die Defragmentierung des Flugzeuges in der Luft nach einem derartigen Angriff eher unwahrscheinlich.

Die größeren Löcher, die zum Zerfall der Maschine vor dem Absturz führen konnten, werden im Bugteil festgestellt. Derartige Schäden konnten beispielsweise nach einem Beschuss mit Standardwaffen des SU-25-Flugzeugs entstehen – den R-60-Raketen oder Kanonen.

Die Behauptungen der USA über die Satellitenfotos, die angeblich den Abschuss einer Boden-Luft-Rakete aus dem von den Aufständischen kontrollierten Gebiet bezeugen, widersprechen den Möglichkeiten der amerikanischen Überwachungssatelliten. Der Testsatellit CTCC, dessen Flugweg zeitlich mit dem Absturz des malaysischen Flugzeuges zusammenfiel, ist geeignet für das Aufsuchen der Starts ballistischer Raketen mit Marschtriebwerken mit einer langen Brenndauer (ballistische Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen). Damit ist es unmöglich, den Start einer Luftabwehrrakete mit einer sehr kurzen Brennzeit (bis 20 Sekunden), die in der Atmosphäre fliegen, zu registrieren. Die Satelliten von diesem Typ sind nicht geeignet für Geländeaufnahmen. Andere Mittel der Weltraumüberwachung können den Startpunkt einer Luftabwehrrakete nicht feststellen.

Die Vertreter der USA, die die Situation um den Absturz der Boeing-777 in der Ukraine kommentieren, weigern sich, die Satellitenaufnahmen zur Analyse zu übergeben, die mehr Klarheit bei der Untersuchung schaffen könnten. Es ist damit verbunden, dass es wegen der beschränkten technischen Kapazitäten der Satellitengruppierung der USA unmöglich ist, derartige Informationen zur Verfügung zu stellen.

Demgemäß bleiben die Behauptungen der ukrainischen Seite über die «russische Spur» in der Katastrophe mit der Boeing-777 gegenstandslos.


01.08.2014
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