Hat die Netanyahu-Regierung erneut Flüchtlinge in einer UN-Schule getötet! Über 1700 Tote in Gaza, über 9000 Verletzte und 10.000 zerstörte Häuser durch die viertstärkste Armee der Welt, aufgerüstet von den USA und Deutschland u.a.. „Vemisster Soldat“ starb im Krieg! Nach Hamas-Angaben vor dem Waffenstillstand! Israel hatte das zum Anlass genommen, trotz vereinbarter Waffenruhe wieder zu töten! Die USA hatten Israel schon nach dem letztern Angriff auf die UN-Schule in außergewöhnlich scharfer Form ein rücksichtsloses militärisches Vorgehen im Gazastreifen vorgeworfen. „Der Granatangriff auf eine UN-Einrichtung, in der unschuldige Zivilisten Schutz vor der Gewalt gesucht haben, ist absolut inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen“. Bei den vor einigen Wochen gescheiterten Verhandlungen um einen Frieden, soll der US-Außenminster vom israelischen und einem anderen Geheimdienst abgehört worden sein. Die Regierung in Jerusalem habe die daraus gewonnenen Informationen in den Verhandlungen über eine diplomatische Lösung des Nahost-Konflikts auch genutzt.

Zeugen: Wieder Tote bei Angriff auf UN-Schule

3. August 2014, 08:11

Palästinensische Sanitäter sprechen von mindestens sieben Todesopfern bei israelischem Luftangriff – Vermisster israelischer Soldat starb im Kampf

foto: ibraheem abu mustafa

Gaza – Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen am Sonntag ist laut palästinensischen Angaben zufolge wieder eine UN-Schule getroffen worden. Mindestens sieben Menschen seien dabei getötet und 30 verletzt worden. Eine israelische Armeesprecherin sagte, man prüfe den Vorfall.

Eine aus der Luft abgefeuerte Rakete sei im Eingangsbereich der von den Vereinten Nationen (UN) betriebenen Schule in der Stadt Rafah im Süden eingeschlagen, sagten Sanitäter und andere Zeugen.

Hunderte Palästinenser hatten auf dem Gelände Zuflucht vor den seit Wochen andauernden israelischen Angriffen gesucht. In dem Konflikt sind bereits mehrmals Schulen getroffen worden.

Der entführt geglaubte, 23-jährige israelische Leutnant Hadar Goldin ist nach Angaben des Militärs tot. Wie die israelischen Streitkräfte am frühen Sonntagmorgen mitteilten, wurde Goldin am Freitag beim Kampf im Gazastreifen getötet. Bei mehreren israelischen Luftangriffen wurden nach palästinensischen Angaben am frühen Sonntagmorgen sieben Menschen im Gazastreifen getötet.

15 Palästinenser seien verletzt worden, berichteten Sanitäter. Bewohner des Küstenstreifens am Mittelmeer berichteten, dass israelische Kampfjets mehrere Gebiete massiv bombardiert hätten.

Laut Mitteilung des Gesundheitsministerium in Gaza sind bei israelischen Angriffen seit Beginn der Militäroffensive am 8. Juli 1.719 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 9.000 wurden verletzt. Nach Angaben aus Gaza wurden bisher mehr als 10.000 Häuser zerstört.

Massiver Armeeeinsatz

Eine Kommission unter Leitung des Chefrabbiners der Streitkräfte habe am späten Samstagabend mitgeteilt, dass der entführt geglaubte, israelische Leutnant tot sei. Die Familie des Soldaten sei unterrichtet worden.

Israelische Medien hatten am Samstagabend beobachtet, wie sich Verteidigungsminister Moshe Jaalon und der Chefrabbiner der Armee zum Haus von Goldins Eltern begeben hatten. Sie werteten dies als Zeichen für eine baldige Bekanntmachung. Vor dem Haus der Eltern im zentralen Kfar Saba hatten sich außerdem hunderte Menschen eingefunden, darunter auch die Eltern der drei jüdischen Religionsschüler, die im Juni im Westjordanland entführt und ermordet worden waren.

Israel hatte mit einem massiven Armeeeinsatz nach dem Soldaten gesucht, den militante Palästinenser am Freitag im Gazastreifen entführt haben sollen. Ganze Truppenformationen durchkämmten im südlichen Gazastreifen Häuser und verdächtige Orte, unterstützt von massivem Artilleriefeuer. Die Militärangriffe auf den Gazastreifen wurden verstärkt. Dabei wurden in der Folge mehr als hundert Palästinenser getötet.

„Terror-Tunnel“

Die meisten dieser Ziele lagen in der südlichen Stadt Rafah und ihrem Umland. Dort sollen militante Islamisten den israelischen Soldaten am Freitagmorgen entführt haben. Der bewaffnete Arm der Hamas, die Al-Kassam-Brigaden, bestritt am Samstagmorgen, den Soldaten in seine Gewalt gebracht zu haben. „Wir haben den Kontakt zu den an dem Überfall beteiligten Kämpfern verloren, und wir vermuten, dass sie alle bei dem (nachfolgenden israelischen) Bombardement getötet wurden“, hieß es in einer Mitteilung. Dabei sei wohl auch der Soldat ums Leben gekommen.

Nach Angaben des israelischen Militärs arbeitete die Einheit des Vermissten an der Zerstörung eines sogenannten „Terror-Tunnels“, als militante Palästinenser sie angriffen. Der unterirdische Gang reichte zwei Kilometer tief in israelisches Gebiet hinein. Die palästinensischen Kämpfer seien aus dem Tunnel heraus aufgetaucht und hätten den israelischen Trupp angegriffen, berichtete die „Jerusalem Post“. Demnach zündete einer von ihnen eine Sprengstoffweste, wie sie Selbstmordattentäter verwenden. Zwei israelische Soldaten wurden dabei getötet.

Verhandlung über Waffenruhe

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte am Freitag eine harte Reaktion angekündigt. Die USA forderten die bedingungslose Freilassung des Soldaten.

Ein israelischer Regierungsbeamter hatte am Samstag nach der mutmaßlichen Entführung des israelischen Soldaten mitgeteilt, sein Land werde vorerst keine Delegation nach Kairo schicken, um über eine Feuerpause zu sprechen. In der ägyptischen Hauptstadt Kairo traf unterdessen eine palästinensische Delegation ein, die sich im Namen der palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland für Verhandlungen über eine Waffenruhe bereithalten will.

Zuletzt war 2006 der Soldat Gilad Shalit von einem Kommando unter Leitung der Hamas von israelischem Boden aus durch einen Tunnel in den Gazastreifen verschleppt worden. Er kam erst mehr als fünf Jahre später frei – im Tausch gegen mehr als 1.000 palästinensische Häftlinge. Israel hat inzwischen eine Reihe dieser Freigelassenen wieder festgenommen.

Der israelischen Armee zufolge ereignete sich der Angriff am Freitag eineinhalb Stunden nach Beginn einer dreitägigen humanitären Waffenruhe, die die Vereinten Nationen (UN) und die USA zwischen Israel und militanten Palästinensern vermittelt hatten. Israel erklärte daraufhin die Waffenruhe für gescheitert und verstärkte seine Angriffe.

Ein ranghohes Hamas-Mitglied widersprach dieser Darstellung. Der Vorfall sei vor Beginn der Waffenruhe passiert, sagte Mussa Abu Marsuk, der Vize-Auslandschef der radikal-islamischen Hamas, der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Iisraelische Armee hat Truppen abgezogen, Offensive sei jedoch nicht beendet

Netanyahu und die radikalislamische Hamas-Bewegung hatten zudem am Samstagabend eine Fortsetzung der militärischen Konfrontation im Nahen Osten angekündigt. Zuvor hatte es Berichte über den Abzug erster israelischer Verbände aus dem Gazastreifen gegeben. Die Hamas erklärte, der „Widerstand“ gegen Israel werde anhalten, bis ihre Ziele erreicht seien.

Die israelische Armee hat ihre Truppen aus weiten Teilen des Gazastreifens abgezogen. Die Verbände sollten aber nicht ganz abrücken, sondern eine schmale „Sicherheitszone“ im Grenzgebiet schaffen, berichteten israelische Medien am Sonntag.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte am Samstagabend angekündigt, die Armee werde sich nach der Zerstörung der Tunnel im Grenzgebiet neu positionieren. Namentlich nicht genannte Militärs betonten jedoch, die vor fast vier Wochen begonnene Offensive in dem Küstenstreifen am Mittelmeer sei damit noch nicht beendet. (APA, 2.8.2014)

http://derstandard.at/2000003926269/Medien-Israel-zieht-erste-Verbaende-aus-Gaza-ab

Israel hörte angeblich US-Außenminister Kerry ab

3. August 2014, 10:18

Bisher keine offiziellen Stellungnahmen

Gaza/Washington – US-Außenminister John Kerry ist nach einem Medienbericht während der Friedensgespräche im vergangenen Jahr im Nahen Osten vom israelischen Geheimdienst abgehört worden. Zudem habe mindestens ein weiterer Dienst mitgehört, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf mehrere Quellen aus Geheimdienstkreisen.

Vermittlung

Um welchen Dienst es sich dabei handelt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die von Kerry vermittelten Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern waren im April nach neun Monaten gescheitert.

Kerry habe für seinen Austausch mit hochrangigen Gesprächspartnern nicht nur verschlüsselte Leitungen benutzt, sondern auch normale Telefone, deren Signale unverschlüsselt über Satellit übertragen würden, hieß es in dem Bericht. Dabei sei mitgehört worden. Die Regierung in Jerusalem habe die daraus gewonnenen Informationen in den Verhandlungen über eine diplomatische Lösung des Nahost-Konflikts auch genutzt.

Laut „Spiegel“ wollten sich weder das US-Außenministerium noch israelische Behörden zu der Abhöraktion äußern. (APA/dpa, 3.8.2014)

Link

Bericht im „Spiegel“

http://derstandard.at/2000003930155/Israel-hoerte-angeblich-US-Aussenminister-Kerry-ab

Scharfe US-Kritik nach Granatenangriff auf UN-Schule

31. Juli 2014, 21:04

Zusätzliche Kräfte sollen Armee mehr „Luft zum Atmen“ geben – Bereits 86.000 Soldaten – Tunnelzerstörung hat für Israel oberste Priorität

Gaza/Washington – Die USA haben Israel in außergewöhnlich scharfer Form ein rücksichtsloses militärisches Vorgehen im Gazastreifen vorgeworfen. „Der Granatangriff auf eine UN-Einrichtung, in der unschuldige Zivilisten Schutz vor der Gewalt gesucht haben, ist absolut inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen“, sagte Regierungssprecher Josh Earnest am Donnerstag in Washington.

http://derstandard.at/2000003789247/Israel-mobilisiert-weitere-16000-Reservisten

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