Das Morden und Sterben geht weiter – Waffenruhe in Gaza gescheitert! Kurz nach Inkrafttreten der Waffenruhe berichteten ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters und das palästinensische Innenministerium, dass israelische Panzer im südlichen Gazastreifen nahe Rafah das Feuer eröffnet hätten. Dabei wurden laut Berichten der Hamas vier Menschen getötet, das palästinensische Innenministerium berichtete von 25 Toten, nach Angaben aus dem Krankenhaus in Rafah ist die Zahl der Toten bereits auf mindestens 40 gestiegen. Israelische Medien berichten hingegen, dass die Hamas das Feuer eröffnet habe. Zudem soll Militärangaben zufolge ein israelischer Soldat entführt worden sein.

Israel erklärt Waffenruhe mit Hamas für gescheitert

1. August 2014, 12:06

Wenige Stunden nach Inkrafttreten wieder Gefechte im Gazastreifen – Beide Seiten werfen sich gegenseitig einen Bruch der Vereinbarung vor

Washington – Israel hat die dreitägige Waffenruhe mit den militanten Palästinensern im Gazastreifen für gescheitert erklärt. Ein israelischer Repräsentant habe den UN-Gesandten Robert Serry darüber informiert, berichtete ein Reporter der Zeitung „Haaretz“ am Freitag nach Angaben der deutschen Presseagentur dpa.

Israel und die radikalislamische Hamas hatten zuvor unter Vermittlung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und US-Außenminister John Kerry eine dreitägige Waffenruhe im Gazastreifen vereinbart. Sie trat am Freitag um 7 Uhr MESZ in Kraft und hätte für 72 Stunden gelten sollen.

Gegenseitige Vorwürfe

Kurz nach Inkrafttreten der Waffenruhe berichteten ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters und das palästinensische Innenministerium, dass israelische Panzer im südlichen Gazastreifen nahe Rafah das Feuer eröffnet hätten. Dabei wurden laut Berichten der Hamas vier Menschen getötet, das palästinensische Innenministerium berichtete von 25 Toten, nach Angaben aus dem Krankenhaus in Rafah ist die Zahl der Toten bereits auf mindestens 40 gestiegen.

Israelische Medien berichten hingegen, dass die Hamas das Feuer eröffnet habe. Zudem soll Militärangaben zufolge ein israelischer Soldat entführt worden sein. In Südisrael heulten am Vormittag die Sirenen, die vor Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen warnen.

Viele Tote in der Nacht auf Freitag

Wenige Stunden vor dem Inkrafttreten der Waffenruhe waren bei Angriffen und Kämpfen 14 Palästinenser und fünf israelische Soldaten getötet worden. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Offensive Anfang Juli getöteten israelischen Soldaten auf 61, zudem starben drei Zivilisten. Auf palästinensischer Seite wurden rund 1.450 Menschen getötet.

Ban und Kerry hatten zuvor erklärt, mit der Waffenruhe solle unschuldigen Zivilisten eine Atempause verschafft werden. Kerry mahnte zudem: „Es ist nicht Zeit zum Gratulieren. Es ist ein Atemholen, der Augenblick zu einer Chance, es bedeutet nicht das Ende“ der Konfrontation. Beide Seiten würden während der Waffenruhe in ihren Stellungen bleiben, so Kerry. Israel werde „Verteidigungsmaßnahmen“ gegen Tunnelanlagen der Hamas fortsetzen.

Das US-Präsidialamt appellierte an die Gaza-Konfliktparteien, umgehend Verhandlungen über eine dauerhafte Einstellung der Kämpfe aufzunehmen. Das sei der einzige Weg, den israelischen Sicherheitsbedenken zu begegnen und gleichzeitig den Palästinensern ein normales Leben zu ermöglichen, sagte ein Sprecher von Präsident Barack Obama. Bereits am Freitag sollen in Kairo erste Gespräche über eine dauerhafte Waffenruhe beginnen. (APA, 1.8.2014)

 

http://derstandard.at/2000003844868/Israel-und-Hamas-vereinbaren-dreitaegige-Feuerpause

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