Bei Kämpfen rivalisierender Milizen sind in der Zentralafrikanischen Republik mindestens 22 Menschen getötet worden. Der soziale Konflikt zwischen Frankreich und anderen Industrieländern, deren Konzern die Rohstoffe des Landes zu ihrem Nutzen rausholen und der mit ihr verbundenen kleinen Elite des afrikanischen Landes und der perspektivlosen Bevölkerung hat sich zum Konflikt zwischen den Religionsgemeinschaften entwickelt. Die Konfliktparteien unterzeichneten vergangene Woche in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville nach langen Verhandlungen ein Waffenstillstandsabkommen. Und doch wurde wieder gekämpft. Trotz internationaler Truppen im Land!

Mindestens 22 Tote bei Kämpfen in Zentralafrika

1. August 2014, 11:58

Anti-Balaka-Kämpfer greifen Stützpunkt von Seleka-Miliz an

Bangui – Bei Kämpfen rivalisierender Milizen sind in der Zentralafrikanischen Republik mindestens 22 Menschen getötet worden. Kämpfer der mehrheitlich christlichen Anti-Balaka-Miliz hätten am Mittwoch in der Stadt Batangafo einen Stützpunkt der überwiegend muslimischen Seleka-Kämpfer angegriffen, sagte ein Offizier der Friedenstruppe der Afrikanischen Union (Misca) am Freitag. Bei den anschließenden Kämpfen seien mindestens 22 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden, die meisten von ihnen Zivilisten.

Den Angaben zufolge flohen die Bewohner in Massen vor den Kämpfen in ein Krankenhaus, die Stadtverwaltung und einen Misca-Stützpunkt. Am Freitag herrschte jedoch wieder weitgehend Ruhe in Batangafo. Die muslimische Seleka hatte im März 2013 den damaligen Staatschef Francois Bozize gestürzt. Der Putsch zog das Land im Herzen Afrikas in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen. In dem Bürgerkrieg wurden bereits tausende Menschen getötet, fast eine Million Menschen sind auf der Flucht.

Die Konfliktparteien unterzeichneten vergangene Woche in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville nach langen Verhandlungen ein Waffenstillstandsabkommen. Allerdings handelt es sich nur um einen Minimalkonsens, konkrete Schritte zur Entwaffnung der Milizen und ein politischer Fahrplan fehlen in der Einigung. Der UN-Sicherheitsrat rief die Anti-Balaka-Miliz und die Seleka-Miliz vor einer Woche in einer Erklärung auf, den vereinbarten Waffenstillstand „vollständig und umgehend“ umzusetzen. (APA, 1.8.2014)

http://derstandard.at/2000003860249/Mindestens-22-Tote-bei-Kaempfen-in-Zentralafrika

http://derstandard.at/2000003468051/Konfliktparteien-in-Zentralafrika-vereinbaren-Waffenruhe

Ein christlicher Bewohner bedroht …Gewalt geht hier von Menschen aller Glaubensrichtungen aus! Der soziale Konflikt zwischen Frankreich und anderen Industrieländern, deren Konzern die Rohstoffe des Landes zu ihrem Nutzen rausholen und der mit ihr verbundenen kleinen Elite des afrikanischen Landes und der  perspektivlosen Bevölkerung hat sich zum Konflikt zwischen den Religionsgemeinschaften entwickelt. 

 

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